Schrankboden

Schröder gegen die Kartons. Er gewinnt. Jetzt die Inneneinrichtung. So sieht’s der Schrankboden.

Der steht auch im Übergabeprotokoll. Im Wandschrank. Dem schönen. Der ist weiß und frisch lackiert. Auch der Schrankboden. Schröder hat moniert, der gehört da nicht rein. Fand auch der Hausbesitzer. Der Schreiner musste nochmal ran. Sperrholz raus aus dem Wandschrank. Vermutlich widerwillig. Darunter der schönste Schrankboden Zürichs: Alter Riemenboden. Wie im ganzen Zimmer. Glänzende Augen des Hausbesitzers. Gut, dass der Schrankboden raus ist. Freilich nur die Hälfte getan, jetzt muss der Schreiner den Schrankboden aufarbeiten. Widerwillig, vermutlich. Hasst den Schröder. Angst, etwas, auch. Er dankte der Hausbesitzerin für den Riemenblick. Sie schmunzelte, bestimmt.

Folterstrafe für Folienkleber. Eine Ecke übersah der Schreiner. Immerhin fast den Ton getroffen. Von dreckigen Riemenboden. Schrankböden. Lieber kein Wort sagen wollte die Hausbesitzerin. Zum Vormieter. Dem Folienkleber. Überlegte kurz zu zündeln. Folie schmilzt, Riemenboden brennen nicht so rasch. Aber bekommen hässliche Flecken. Von der Folie. Die hat genug geschadet. Jetzt liegt sie in der Tasche. Mit Schröder am See. Vorsicht, Folie, mit Holzdekor. Der ist nett. Aber zu dir nicht. Schlecht. Ganz.

Schlitzschrauben

Dutzende Kartons stehlen den Blick auf schöne Riemenböden. Die Schrauben fehlten, seit fast einer Woche. Für das Sideboard. Das geschenkte, danke dafür auch, sehr. Das ist auch schön. Stand noch verteilt auf zwei Räume, Gestell, Böden, Türen, Bretter. Schief, auch, auf Riemenböden. Die dürfen schief sein. Kartons durchwühlt, bis fast um Mitternacht. Die meisten waren schon gepackt als das Sideboard seine Schrauben verlor. Schlitzschrauben, ausschließlich. Auch im letzten Karton keine Spur.

Die waren prominent verstaut. Speziell, in reißfesten Gefrierbeuteln. Stellte ich nach der Pause fest. Seit fast einer Woche ausgepackt. Wie alles Montagematerial. Im Wandschrank im Cube-Karton. Um Mitternacht hatte das Sideboard Füße, um eins einen Körper. Im polierten Deckel spiegeln sich Fenstersprossen. Das Poliertuch von RSP liegt schon bereit. Leider spiegeln sich nie Riemenböden, die wären es wert, gesehen zu werden. Schiefe. Auch das Sideboard hat einen Niveauausgleich. Noch öffnen die Türen automatisch. Auf schiefen Riemenböden. Die dürfen das. Auch.

Ferien

Kondensstreifen am blauen Himmel. Ferien woanders. Andere fliegen, ins Urlaubsparadies. Aus dem Prospekt, Langeweile beim Schmökern. Hurghada-Seite überblättert. Grusel. Planierte Strände, das hatten wir schon. Acht Tage noch Ferien, Schweizerdeutsch für Urlaub. London, New York, Istanbul. Mag ich heuer gern noch sehen, München sowieso. Manche Dienstreisen sind wie Urlaub, Ferien, Entschuldigung.

Schattige Bank am See. Hinter Schilf, Wasser plätschert auf die Steintreppe neben der Bank. Schoggigipfeli versüßen den Nachmittag, kalter Espresso aus der Kunststoffdose. Sehr bald brüht der Cube Espresso. Schwarze Kapsel. Nicht mehr 30 Minuten fahren bis zum Seeufer. Hinter grünen Fensterläden thront Marie Antoinette auf dem Sideboard. Sie wartet schon. Mit dem Schnitzmesser, dem Lustigen Taschenbuch, dem Feuerzeug. Sie ziehen am Mittwoch in den Wandschrank. Auf den Riemenboden. Ferien, morgens und abends. Schifffahren. Zum Butterkutteranleger, zur Bank am See. Ferienfliegern die Zunge rausstrecken.

Keramik

Weiß so weit das Auge reicht. Das Auge. Maler streichen alle Ecken, beschriftete und Stürze, Türrahmen, den Wandschrank, die Raufasertapete. Weiß steht auf der Wand neben der Küchenzeile. Die ist auch weiß, noch geschützt durch blaue Folie. Schubladen oberhalb und unterhalb vom Ofen glänzen weiß, freuen sich auf Besteck und Pfannen. Der Gewürzschrank darüber auf den Zimt. Nachts im Studentenwohnheim neben der Esso an der Roermonder Straße in Aachen, vor Jahren. Milchreis mit Zimt und Zucker. Leibspeise neben Miraculi, gekocht bei Tom und Birgit in der Jenaer Westbahnhofstraße. Nahe dem Paradies, wenn nicht drin. Vor noch mehr Jahren.

Weiße Keramik. Noch malen die Maler. Dann montiert der Sanitärinstallateur. Der Duschschlauch hängt über dem Einhandmischer, rot ist auch warm. In der Keramikallee, wie mein Onkel zu sagen pflegt. Versenkte Spülkästen hatten wir auch im Rehwinkel. Im Haus in Schleswig. In Zürich von Laufen aus Laufen. Tom und Birgit sind aus Lauf.

Vertrag

Klimaanlagen sind heimtückisch. Lohnt es sich vielleicht sogar, die Jacke anzuziehen? Vor dem Bürohaus laufe ich gegen eine Wand. Eine warme. Die stand da, Luft. Keine Jacke. Marie Antoinette kam allein aus der Tasche. Zwei Rapperinnen wollten ihr die Show stehlen, sie blühte auf und die Mädels stiegen aus. Nur einen Blick für die Limmat, die anderen gehören den Buchstaben. Schon wieder Hubertus.

20 Minuten 20 Minuten. Pflichtlektüre, wenigstens einmal am Tag ein paar Wörter aus der Welt. Einen Monat ohne Fernsehen. Der zieht nicht mit, nach Zürich.

Buchstaben am Morgen, formell, der Betreff Willkommen und in Klammern der Einschub Sie dürfen auch nachfragen. Schmunzeln. Formular, Standard, der Vertrag. Unterschrieben, jetzt darf ich. Eben lag er noch unauffällig auf dem Schreibtisch, geschickt mit Priorität.

In Riemenböden spiegelt sich die Sonne. Krepppapier versperrt den Weg. Keinen Schritt, die dürfen glänzen. Holzfolienkleber sind Verbrecher. Hinter blauer Kunststofffolie weiße Küchenfronten, die Sicherheitsstange, damit der Herr Schroeder nicht in die Abfallgasse fällt. Kino auf der Wand gegenüber, Sessel in Küche und Dusche, Halsstarre auf der Designerkeramik. Die fehlt noch. Genau wie die Seifenschale, die ich nicht kaufen durfte. Die hätt‘ ich längst. Montiert auf unsymmetrischen Fliesen. Vermutlich brauche ich keine Klimaanlage, ich habe Wände, dicke, warme.

Gliffy

Ganz Deutschland kennt die Regerstraße. Aus der PCpro. Schade auch. Noch immer gratis ist Gliffy. Vektorgrafik im Browser, endcool aber langsam. Jetzt gibt’s auch eine Datei Zürich, Export nur für Premiumkunden. Für einen Entwurf ohne richtigen Massstab reicht’s. Eine Idee. Auch. Eben kamen die Architektenpläne. Geodreieck und Metermass. Beides in München, die Möbel alle auch.
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gemalt

Was meint der Herr Schröder? Auf den Treppen aus dem vierten Stock, Zuschlag. Vier Zimmer klein, niedrig, ganz großartig, mein. Traum am Limmatquai. Träume werden Wirklichkeit. Auch tatsächlich.

AltbauEx-Kanzler, eine Woche, eine E-Mail. Braun und blau, heute. Gestern gekauft. Zu zwei Terminen zu spät, eigentlich schnell wieder ins Gefängnis, der Trockner ist fertig. Anruf, SMS am Rathaus. Trotz blau im Nebel. Vor Freude, Vorfreude. Bisher zwang ich mich, nicht hinzuschauen.
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