Burka

Hätte gleich wieder zurück fliegen müssen, vermutlich. Mit einer Burka. Von Nizza nach Zürich. Nachdem die französische Nationalversammlung die Burka verboten hatte. Französische Grenzbeamte hätten mich als Burkaträger identifiziert, vermutlich auch ohne die Männer mit den großen Lupen zu konsultieren. Höchstens um den Gesetzestext zu lesen, dann hätten sie mich freilich einreisen lassen müssen. In einer Burka. In Nizza, in Zürich freilich auch. In Zürich gibt’s ja aber gar keinen Burkaverleih, deshalb reiste ich ohne Burka ein, aus auch. In Frankreich, wo die Nationalversammlung mit dreihundertsechsunddreißig zu einer Stimme gegen die Burka gestimmt hat. Bei zweihundertvierzig Enthaltungen, allerdings. Trotzdem: eine Gegenstimme.

Eine noch breitere Mehrheit befürwortet in der Schweiz ein Burkaverbot. Von links über die Mitte nach rechts. Rechts hat mit der gruseligen Minarettverbots-Initiative das Burkaverbot allerdings wieder in die Diskussion gebracht. Nachdem die Schweiz vor drei Jahren die Diskussion beendet hatte. Leider nicht endgültig, Argumente wie der Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte und der Verstoß gegen die Religionsfreiheit überzeugten zwar damals, überzeugen heute offenbar nicht mehr. Nach dem gruseligen Minarettbauverbot selbstredend erst recht nicht mehr, das sollte ursprünglich allerdings nur ins Raumplanungsgesetz. Oder auch in die sechsundzwanzig kantonalen Baugesetze. Nun steht’s in der Bundesverfassung. Ein Burkaverbot gibt’s nur als städtische Weisung in Grenchen.

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Ein Gedanke zu „Burka

  1. 20 Juli Ganzkörperschleier an Syriens Universitäten verboten,durch die syrische Regierung. Ganzköpervermummung wird als extremistische Aussage verstanden! Syrische Frauen die studieren wollen,müssen ab sofort ihren Ganzkörperschleier zuhause lassen.Wir haben allen Universitäten Richtlinien zukommen lassen,Frauen mit Niqab von der Anmeldung auszuschliessen,hiess es aus Regierungskreisen.Erst im vergangenen Monat habe man deshalb hunderte Grundschullehrerinnen,die einen Niqab trügen abgezogen,und mit Verwaltungsarbeiten betraut.
    Ca 75% sollen sunitische Muslime sein.
    In der Türkei 99% Muslime, dürfen Lehrerinnen und Studentinen kein Kopftuchtragen. In einem bemerkenswerten Urtei erklärte der Europäische Gerichtshof diese Kleiderordnung sei zulässig.
    Welch kranke Einstellung,Muslimische Länder verbieten,aber wir sollten diese Verschleierung akzeptieren. In die Schweiz passt diese Kleidung nun mal nicht,sie ist abstossend,zeigt mir schau her,ich bin anders,besser als du,du bist ein Kufar,das diskriminiert mich.

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