Wellenbrecher

Auch nett vom Weltfußballverband, Deutschland zweimal am Indischen Ozean spielen zu lassen. Für Deutschland eventuell nicht so nett, musste immer tausend Kilometer fliegen. Von Pretoria an die Küste. Für deutsche Fans freilich schon, müssen freilich auch fliegen, tausend Kilometer von Durban nach Port Elizabeth, mussten ja aber auch schon zuvor zehntausend Kilometer fliegen. An den Indischen Ozean.

Am Indischen Ozean fühlen sich Küstenbewohner quasi heimisch. Auch. Eine steife Brise weht um die Nase, Wind pfeift um die Ohren, wiegt das Schilf, dunkle Wolken eilen rasch am Auge vorüber. Oder auch kleine weiße Wolken, wie weiße Tupfer am blauen Himmelskleid. Dazu segeln lustige Möwen über Dünen, Strände, Wellenberge. Wellen haben Spaß am Auftürmen, Rollen, Brechen, die Gischt spritzen zu lassen. Millionen Tröpfchen in den Wind zu werfen, auf das sie glitzern in Milliarden Farben im Sonnenschein. Am Strand legen sich Wellen auf warmen Sand, ruhen aus, bevor es sie zurück ins kühle Nass zieht. Wünschen sich, beim nächsten Brechen als eines der Millionen Tröpfchen zu glänzen.

Freilich mag nicht jeder Küstenbewohner Wellen, hat auch Angst, etwas. Etwas mehr vermutlich auch, installiert Wellenbrecher. Gruselige graue Klötze, Vielkante, die jede Welle brechen. Im Angesicht dieser vergeht auch jeder Welle die Lust am Brechen, am Ausrollen am Strand auch. Hinter gruseligen Wellenbrechern liegt auch gar kein schöner warmer Sand, glatter Teer vielmehr. Vierspurige Straße. Die führt zum Nelson Mandela Bay Stadium. Das Spiel dort war auch ein Wellenbrecher.

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