Pavelló Alemany

Er hat glücklicherweise viele Namen. Einer ist Pavelló Alemany, katalanisch für deutscher Pavillon. Auf keinem Schild im Umkreis von zwei Kilometern steht Pavelló Alemany. Am Plaça d’Espanya nicht, am Poble Espanyol nicht, am Palau Nacional nicht, auf dem Messegelände Montjuïc auch nicht. Immerhin ja auf dem Satellitenfoto, das vermutlich viele Besucher vor dem Besuch angucken. Finden den Pavelló Alemany dann vermutlich aber trotzdem nicht, ist ja quasi nicht ausgeschildert. Ist freilich auch kein weißes Rechteck, ein weißes Vieleck vielmehr. Aus der Vogelperspektive jedenfalls. Vögel sehen aber auch zwei Planschbecken, eine sich reckende, nackte Dame. Satelliten übersehen das glücklicherweise, wären sonst ja auch unflätige Spannersatelliten. Zögen den einen oder anderen Besucher mehr an. Ziehen aber auch so schon genug an.

Der eine oder andere hätte sich gern verirren dürfen, zwischen Plaça d’Espanya, Poble Espanyol, Palau Nacional, auf dem Messegelände Montjuïc. Hätte den Pavelló Alemany übersehen dürfen. Übler Berliner Plattenbau, hörte ich. Nicht schön, hörte ich auch. Von zwei lieben Freunden. Sie hatten nicht gesehen, was ich sah: stilles, kühles Wasser. Die Bank für viele Gäste. Rote Vorhänge, grüne Wände, Deutsche Bank quasi. Sonnendurchflutete Zimmer, die Sonne strahlte freilich. Möwen kreisen um die Strahlen herum. Während der drei Stunden im Traumhaus.

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