Mandelbögli

Bern ist immer eine Reise wert. Stellte ich fest. Freilich nicht wegen dem gruseligen Kindlifresserbrunnen. Der ist im Winter freilich schneebedeckt, das Foto passt nicht zum Blogeintrag aus dem Juli. Ein Berner schlug vor, ich solle doch einen Besen kaufen, damit den Kindlifresserbrunnen vom Schnee befreien. Dann müsse er weniger an die Stadt zahlen. Für die Müllabfuhr. Schnee ist ja aber nun mal kein Müll, die Müllabfuhr fährt auch gar keinen Schnee ab. Befreit den Kindlifresserbrunnen nicht vom Schnee. Dafür wird niemand etwas zahlen. Müssen. Der Kindlifresserbrunnen ist auch schneebedeckt gruselig, eben kein schönes Reiseziel. Bern ja aber, wegen der Mandelbögli. Auch.

Mandelbögli heißen freilich gar nicht Mandelbögli, sondern Mandelhörnchen. Auf Hochdeutsch, Berndeutsch vielleicht Mandelbögli. Ist auch etwas Wortklauberei, bin nur froh, dass ich jetzt weiß, wo ich Mandelhörnchen kaufen kann. Beim Bäcker im Berner Hauptbahnhof, in Zürich leider nicht. Da bekommt das Generalabonnement eine ganz neue Bedeutung. Auch, freilich. Könnte einen Wochenvorrat Mandelbögeli kaufen, auf der Hin- und auf der Rückfahrt jeweils eine Stunde lesen. Gibt Schlimmeres. Zum Beispiel, wenn mein Oberdorf-Beck in den Ferien ist. Wie derzeit. Zwei lange Wochen lang keine leckeren Amaretti zum Frühstück, Mandelgipfel, zur Abwechslung. Muss gruselige Schoggigipfel frühstücken. Herunterwürgen, quasi. So schlimm ist’s auch nicht. Könnte aber auch nach Bern reisen, dort Mandelbögli kaufen, essen auch gleich.

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Ein Gedanke zu „Mandelbögli

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