Grosslochkäse

Im beschaulichen Kanton Bern herrscht Aufregung, einem Tal im Kanton Bern vielmehr. Dort auch. Dort hat man gruselige Dinge entdeckt, schreit es mir aus der Zeitung entgegen, am Morgen, hatte noch keinen Käse gegessen. Grosslochkäse natürlich auch nicht, nenne keine Marken, sonst habe ich die Emmentaler Sortenorganisation am Hals, das Bundesamt für Landwirtschaft vermutlich auch noch. Wie ein Schweizer Käsehändler, der mal mir nichts, dir nichts, Grosslochkäse tonnenweise nach Italien exportierte. Sich dachte, Grosslochkäse ist auch ein unappetitlicher Name, nenne den mal besser Emmentaler. Freilich vollkommen skandalöses Verhalten, finden Emmentaler Sortenorganisation, Bundesamt für Landwirtschaft. Zeitungen auch, berichten über mögliche Exporte nach Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Spanien. Tonnenweise, vermutlich auch. Dafür gibt es aber gar keine Beweise. Für den Import von bayerischem Emmentaler schon. Der darf sogar als bayerischer Emmentaler verkauft werden, in einer schicken roten Verpackung auch noch. Überwiegend roten, aber nur, weil er aus dem schönen Bayern ist. Der Emmentaler. Vermutlich in einer lustig blau und weiß karierten Verpackung, der bayerische Emmentaler. Schweizer Emmentaler, der nicht aus Rohmilch ist, dürfte gar nicht in eine überwiegend rote Verpackung eingeschlagen sein. Auch keine rote Verpackung mit weißen Kreuzen, wäre ja auch überwiegend rot. Dürfte aber auch gar nicht Emmentaler heißen, Grosslochkäse wohl. Schmeckt beides ganz lecker. Vermisse trotzdem dänischen Tilsiter, Holsteiner alternativ.

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