Sonnenbrille

Reise nie wieder ohne Sonnenbrille. Besitze zwei, vermisste beide auf beiden Reisen. Besitze nur die erste Sonnenbrille nicht mehr, eine schicke Fliegersonnenbrille, klappbar. Auch die Gläser, nicht nur langweilig die Bügel. Aber auch die beiden Sonnenbrillen mit Klappbügel wären mir recht gewesen, auf den beiden Reisen. Nach Las Vegas und Paris.

Freilich nicht wegen des gruseligen Morbus Eales. Allerdings war eine Sonnenbrille nach einer Augenlaserbehandlung, Verzeihung, Augen-Laserbehandlung schon angenehm. Wegen der weit getropften Pupillen. Wurden weit getropft, damit sie sich nicht verengen während der Laserschüsse auf die Netzhaut. Im dunklen Augenarztzimmer. Am hellen Aachener Löhergraben hätten sie sich dann schon gern verengt, ging ja aber nicht, sie waren ja weit getropft. Dann half die Sonnenbrille, nicht auf Rezept, freilich.

Eine Sonnenbrille hätte auch geholfen in der gleißenden Sonne Nordamerikas, Frankreichs. Auch die Millionen Lichter der lockenden Leuchtreklamen abzudunkeln, das Glitzern des hundertzwanzigjährigen Eiffelturms. Wunderte mich nicht, wenn vor dem Paris Las Vegas über der Oper und dem Louvre, neben dem Ballon der Brüder Montgolfier in fünf Jahren der halbwüchsige Eiffelturm auch glitzert wie der große. Zur Hundertfünfundzwanzigjahrfeier. Fehle dann ganz sicher, die Sonnenbrille freilich auch. Ist mit mir in Paris, vermutlich dann. Reise nie wieder ohne Sonnenbrille.

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