Büste (1/3)

Pfeifen trillerten, hatte kaum einen Fuß in den Park gesetzt. Garten, Verzeihung. Jardin de Luxembourg, ist schon eher ein Park denn ein Garten. Des Palais de Luxembourg, passierte es im Westen, wollte doch in den Osten. Reiste von Osten aus an, mit der Metro, der Station Avenue Émil Zola. Der Lausanner Buchtipp „Die Muscheln von Monsieur Chabre“ ist von Émil Zola. Danke dafür auch. Danke freilich auch für die Einladung. Des Redaktors. Nach Paris. Der wurde geflogen, chauffiert, gegleist, vom Kapitän, Autofahrer, Metroschaffner. Auf seiner Reise in den Jadin de Luxembourg. Dorthin reiste freilich gar nicht der Redaktor, der Leser vielmehr.

Mit einem Buch in der Tasche, für eine Lesung. Stille. Auf einer Parkbank, Verzeihung, Gartenbank. Oder auch einem metallenen Stuhl, die Büste schaut über die Schulter. Kennt freilich den Text, nur zu gut, schrieb ihn ja selbst. Würde vermutlich lächeln, über die Schulter des Lesers. Über den Buchtipp auch. Danke dafür auch, tatsächlich. Oder auch über den Leser, der bei Minusgraden im Park, Verzeihung, Garten, ein Taschenbuch liest. Dabei besitzt er doch die schöne Erstausgabe. Daheim, auf schönen Riemenböden. Hinter grünen Fensterläden auch. Aber die metallene Büste lächelt freilich nicht, der Leser sitzt ja auch nicht auf dem metallenen Stuhl. Denn die Tore des Jardin de Luxembourg schließen um halb fünf. Mit Trillerpfeifen scheucht die Parkwache, Verzeihung, Gartenwache, Parkbesucher, Verzeihung, Gartenbesucher auf.

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