Uppsala

Glaube nicht an Zufälle, irgendwie tatsächlich. Las in der Zeitung von Uppsala. Dachte Uppsala. Es gibt keine Zufälle, Glück aber schon. Zum Glück. Tatsächlichirgendwie.

Der Dom in UppsalaIn Uppsala tagte die Synode der Schwedischen Kirche. Unternahm einmal einen Ausflug nach Schweden. Fuhr freilich nie nach Uppsala, Schweden. Fuhr aber auch nie nach Tirol. Bin reich, trotzdem schon beide Orte bereist zu haben. Ging barfuß über weiches grünes Moos, beschuht über hellbraune staubige Feldwege. Blickte zum immerblauen Himmel auf, die Sonne stach ins Auge. Sie lachte einerorts, andernorts höhnte sie unbarmherzig, auf mich hernieder. Auf Wege auch, die bitte nie enden. Schöne moosige, entlang des spiegelglatten Sees, in dem Schilf wächst, getränkt. Im See, in dem die Sonne ihr Lachen probierte, dann über ihr Lachen noch viel mehr lachte. Höhnte, anderenorts, auf Wege hin zu einem Unterstand. Braune Schuhe wirbelten immer mehr Staub auf, das Auge sah dünne Halme, daran zusammengerollte Blätter, hielten den Hohn der Sonne nicht länger aus. Unter dem Unterstand, endlich, stand schon die Luft, kein Lüftchen ging. Freiwillig in die Sonne. Mit den baren Füßen in den spiegelnden See schon. Die Zehen voran, eintauchen und kleine Wellen schlagen. Kalt, in der lachenden Sonne. Weiches Moos kitzelte an der Fußsohle. Staub rieb im Nacken, unter dem Hemdkragen, den die Fliege zusammenhielt. Die ich niemals trug. Oder immer, wenn jemand davon schreibt. Von Schweden. Tirol. Auch.

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