Minarettverbots-Initiative

Minarett1Zürich erlaubte heute das Aufhängen von Plakaten. Abstimmen müssen die Zürcher ja sowieso, ob nun mit Plakaten oder ohne. Gruselige Plakate, so gruselig, dass sie hier nicht gezeigt werden. Schon gruselig genug, dass jemand überhaupt über das Plakat schreibt. Darauf abgebildet ist eine liegende Schweizerfahne, die von unten von sieben schwarzen Minaretten durchstochen ist. Die Schweizerfahne – eine Schifffahrtsfahne genau genommen – wird halb verdeckt von der in eine Burka verhüllten Frau. Schwarze Burka, freilich. Symbolisiert die Unterdrückung der Frau im Islam, meinen die Minarettgegner. Auch. Die meinen ja auch, dass die Schweizer Ende November ihre Bundesverfassung um einen Satz ergänzen sollen: Der Bau von Minaretten ist verboten.

Mehr als Hundertdreizehntausend Schweizer fanden die Idee gut, unterschrieben die Minarettsverbots-Initiative. Nun muss das Volk entscheiden, ob es seine Verfassung ergänzen will. Meine Bitte an das Volk: Stimmt ab, alle. Zürcher, Luzerner, Berner, die ihr das Plakat erlaubt. Auch Basler, Lausanner, Freiburger und Yverdoner, auch wenn das gruselige Plakat verboten ist. Die Menschen dort müssen keine Schwarz-rot-weißen Plakate sehen, im Stil von gruseligen Plakaten der deutschen Nationalsozialisten. Zürcher schon, sehen aber auch den schönen Himmel. Entworfen vom besten Werbegrafiker der Schweiz, Frank Bodin. Kostenlos, ganz und gar nicht umsonst. Seine Plakate hängen hoffentlich auch in Zürich. Der blaue Himmel über Zürich ja auch.

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Ein Gedanke zu „Minarettverbots-Initiative

  1. Pingback: Burka « oder auch

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