Ladendieb

Ganz gut, dass Justitias Mühlen langsam mahlen. Für Möwen in Aberdeen. Wären heute vermutlich in gruselige Käfige eingesperrt, hätten als Wiederholungstäter auch keine Aussicht auf vorzeitige Haftentlassung. Müssten also vielleicht fünf Jahre absitzen. Eine Stunde Ausflug am Tag, nur wohl in einem größeren Käfig. Eine Stunde Besuch in der Woche, von den Möweneltern, Möwengeschwistern, Möwenfreunden. Die wissen lustige Geschichten zu schreien.

Von einem Ladendieb in Aberdeen etwa, der orange Chipstüten stahl. Spazierte ohne Skrupel in einen Kiosk, ging schnurstracks zum Chipstütenregal hinter der Tür, pickte eine Tüte auf und trug sie hinaus. Nun war die Tüte offen, quasi unverkäuflich, Pech, also die Chips flink aufgepickt. Vermutlich aber mit der Frage, warum Menschen so etwas essen. Vollkommen versalzenes, hartes, dünnes Brot. Dann doch schon lieber Krümel und Körner, auch wenn sie im Wasser aufgeweicht sind.


Die Männer mit den großen Lupen sind dem Aberdeener Ladendieb freilich längst auf der Spur. Nach zwei Jahren. Wissen, er ist eine Möwe. Oder auch zwei, Komplizen, quasi, eine fliegt Schmiere. Schreit, wenn ein Fernsehteam auftaucht und dumme Fragen stellen will. Auch für die größte Schweizer Tageszeitung.

Advertisements

2 Gedanken zu „Ladendieb

  1. Pingback: Tierschutzanwalt « oder auch

  2. Also ich bin der Meinung das war eh lediglich eine kurzweilige Erscheinung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s