Lärmverteilung

Laermverteilung1Schleswig-Holstein hat gewählt, Deutschland hat gewählt, die Schweiz hat gewählt, Zürich auch. Zwischen den Küsten regieren wohl demnächst die Hummeln, zwischen der Küste und den Alpen ja offenbar auch. Circa eins Komma drei Millionen Eidgenossen ändern die Verfassung und schaffen die allgemeine Volksinitiative ab, knapp achtzigtausend Zürcher wollen keine Lärmverteilung.

Die Lärmverteilung wäre freilich ganz gruselig geworden. Die Initiative „Fairflug“ hatte das Ziel, den Fluglärm lustig in alle Richtungen rund um den Flughafen zu verteilen. Freilich mit dem Argument, Zürich könnte nur so weiter wachsen. Und freilich würde die Umwelt wohl auch geschont. Quasi. Immissionen gleichmäßig auf alle Anrainer verteilt. Anrainer sind ja auch Umwelt. Alles Humbug, meinen freilich die Gegner der Intitiative. Pisten seien gebaut, Lärm könne nicht einfach mal lustig in alle Himmelsrichtungen verteilt werden. Allerdings könnten Lautsprecher aufgestellt werden, damit sich niemand benachteiligt fühlt, quasi als Vorschlag zur Güte, von einem Nichtanrainer. Dem ist’s aber auch so schon laut genug, mag nicht noch zwei Düsenjets pro Tag hören. Er weiß sich in guter Gesellschaft, denn drei von vier Zürchern fanden die Idee der lustigen Lärmverteilung auch nicht so lustig. Allerdings stimmten auch nur vier von zehn Zürchern ab. So klar, wie sie gegen die Lärmverteilung stimmten, so klar votierte sie für die neuen Rechenzentren der Zürcher Stadtangestellten. Hundertvierzig Millionen Franken für Facebook. Auch, ja.

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