Überholspur

Schön, einmal wieder durchs Englische Viertel Zürichs zu fahren. Mit dem netten Tram, der Nummer fünfzehn. Sie fährt entlang an Häusern, die im neunzehnten Jahrhundert im englischen Stil erbaut wurden. Lese ich, hatte ich wohl so auch vermutet. Sehe ich freilich nicht, bin ja aber auch verwöhnt von London, den engen Häusern mit auf Putz verlegten Abflussrohren, windig verglasten Fenstern und der Souterrainwohnung unterhalb des Bürgersteigs. Trottoire auf Schweizerdeutsch, hörte ich. Entschuldigung. Lese allerdings ein Buch, sehe und höre nix. Auf der eine Minute kürzeren Fahrt durchs Englische Viertel zum Bahnhof Stadelhofen.

UEberholspurDort hat der gruselige Tramunterbruch endlich ein Ende. Das nette Tram fünfzehn fährt dort wieder hin, ab ja auch. Muss nun nicht mehr auf die Überholspur, auf der sie früher auch nur in Ausnahmefällen gefahren wäre. An der Haltestelle Opernhaus hält das Tram fünfzehn ja gar nicht. Alle Tramwagons, die heute auf die neue Überholspur wollen, müssen sich freilich ziemlich dünn machen. Oder darauf spekulieren, dass sich das haltende Tram ziemlich dünn macht. Sonst klappt’s nicht mit dem Überholvorgang. Reibungslosen, quasi. Oder man hat Schwein.

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