Kunstrasen

Auf schönem grünem Gras fühlen sich lustige Grashüpfer ja wohl. Menschen freilich auch, auch Fußballer, die für den Grasshoppers Club Zürich spielen. Vermutlich, nach den bisher vier Spielen der Schweizer Liga liegt ein anderes Urteil nahe: Sie fühlen sich nicht so wohl, auf dem Grün. Die Grasshoppers verloren zweimal, gewannen einmal. Verloren auch heute, in Wankdorf. Auf dem gruseligen Kunstrasen fühlten sich die Grasshoppers sicher unwohl. Grashüpfer ja auch.

Kunstrasen1Unwohl war den Ordnern im Wankdorf vielleicht, als sie einen Fußballfan mit dem Buch „Baader-Meinhof-Komplex“ ins Stadion ließen. Damit hätte er werfen können, oder die schönen Seiten durch einen gruseligen Feuerwerkskörper ersetzen können. Angst war freilich vollkommen unberechtigt, denn es war ja ein vollkommen harmloses Buch. Zum Werfen aber zu schade. Außerdem brauchte der Fußballfan das Buch, für die Pause. Nach neununddreißig Minuten, wegen Platzregens. Konnte lesen im Stadion statt Fußball zu gucken. Hat jemand das Kompliment entdeckt? Nach der Pause entdeckte der Fußballfan den Zweck die Ablaufgitter am Spielfeldrand: Ordner schoben mit Abziehern und Kunstrasen2Besen das Wasser vom Kunstrasen, an der Eckfahne und im Tor. Die Redaktoren benutzten das Wort „bemühen“ sicher ironisch. Die Kombination aus „Kunstrasen“ und „spielbar“ sicher auch. Schon ganz schön gruselig, der Kunstrasen, nicht nur für Grasshoppers und Grashüpfer.

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