Niveauausgleich

Muss freilich kein Niveau ausgleichen, zwischen irgendwem und mir. Auch kein Wohnniveau ausgleichen. Wohne ja hoch genug. Die anderen könnten etwas höher wohnen. Können sie derzeit nicht. Ist grad keine Wohnung frei. Zwei im Haus Bellevue sind angeblich auch vermietet. Für 20.000 Franken. Jeweils, freilich. Monatlich, auch freilich. Die Mieter wohnen am Eingang zum gruseligen Zürcher Niederdorf, lese ich. Den Eintrag zum Oberdorf gibt’s nicht, deshalb beginnt das Niederdorf wohl am Bellevue. Würde ja keine 20.000 Franken für eine Wohnung am Niederdorf bezahlen. Monatlich. Muss ich ja auch nicht. Müsste dann vermutlich doch das Niveau ausgleichen, quasi. Wegen doofen Touristenfragen: Wo ist denn die Spiegelgasse? Auch.

Niveauausgleich1Brauche aber auch so den Niveauausgleich. Gibt’s ja für Automobile, Leitern, Terrassen und Fliesen auch. Werden jedenfalls beworben. Für schöne Riemenböden nicht, Marktlücke quasi. Oder auch nicht, denn Schränke haben ja einen Niveauausgleich. Den beachtet niemand, weil ja gruselige Betonböden schön im Wasser sind. Schriebe der Restaurator. Er erfreute sich aber an den Riemenböden, die sind nicht im Wasser. Dafür gibt’s den Niveauausgleich. Unter Schränken. Schönen restaurierten Sideboards auch. Damit die im Wasser stehen, müssen die Niveauausgleichsschrauben schon ganz herausgeschraubt sein. Stehen die Schränke dann immer noch nicht im Wasser, darf sich der Unterlegklotz auf den Riemenböden liegen. Oder das Klettband muss die Schubladen festhalten, der Magnetschnäpper die Türen schließen. Wenn der Niveauausgleich am Ende ist.

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