Zack (4)

Zack41War dann ja auch wieder gut mit dem Weißwurstfrühstück. Ein Mal noch. Zack. In som Biergarten halt, meint der Digitale. Der Löwenbräukeller sei trotz ungemütlicher Umgebung irgendwie gemütlich und ausreichend prollig. Touristisch auch, allerdings mit einem großartigen Speisesaal. Mussten aber nicht drinnen essen, trinken auch nicht. Die Sonne ist ja der beliebteste Biergartenbesucher Münchens. Sie war auch im Löwenbräukeller, strahlte vom blauen Himmel. Wie in der Bierwerbung. Himmel der Bayern. Das Bayernmitglied begeisterte die knorrige, echt bayrische Servierdüse. „Sie ist gross“ [sic]. Begeisterte nicht so das Weißbier: „ist halt Franziskanerbschütti, aber geht“. Zack. Beim Nachbestellen, „zwa Waßbia“, deckt die Servierdüse dem Bayernmitglied den Mythos, dass es nach zwölf keine Weißwürste mehr gibt, schonungslos als Ammenmärchen auf. Bayerisches freilich, der bayerische süße Senf ist ja mit Meerrettich angemacht, leider unbezahlbar. Unverkäuflich, vielmehr, schade. Hätte der Neu-Zürcher in Zürich gern kredenzt.

Zack42Unter dem Eindruck des mittäglichen Augustiner-Kellers mixte der Digitale das Rezept, nach dem der Biergarten in der Schweiz Erfolg hat: Den Schweizer als solchen vom Kaffi zum Weißbier am Morgen umerziehen. Auch, quasi. Könnte helfe, in dem Fall. Zack. Dem Digitalen kamen aber noch weitere, große Erkenntnisse: Der Schweizer als solcher kann vom Tschechen als solchem und Bayer als solchem noch viel lernen. Biertrinken. Und Schneges, wirft das Bayernmitglied ein, schließt die Übersetzung an: Das sind Frauen als solche, auf Schweizerdeutsch. Widerspreche, die Zürcher Frauen sind durchaus hübsch, auch. Auch, stimmt das Bayernmitglied zu und gibt zu bedenken: Der Tschechen als solcher kann es sich finanziell nicht leisten, seine Frauen optisch aufzumöbeln. Zack. Grusel, freilich, etwas. Angst vor dem Resümee des Digitalen: Was der Deutsche uns an Weissbier, -würsten [sic] und anderem aufoktroyiert, zahlen wir ihm an eidgenössisch diplomierter Jasskultur heim. Zack.

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2 Gedanken zu „Zack (4)

  1. Ah, aufoktroyiert heisst das. Danke für die Korrektur des Manuskripts, Fremdwörter sind halt Glückssache. Zwischendurch dachte (jawohl) ich beim Lesen tatsächlich, ich sei eigentlich das Gehirn unserer Truppe. Ist wohl doch nicht so.

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