Freya

Knipse nun auch schon Butterkutter. Habe mich offenbar angesteckt bei zwei Freunden. Sie erfreuen sich an Schaufelraddampfern, fuhren mit vielen, bauten Modelle, restaurierten, schmiedeten Rettungspläne, zeichneten auch Pläne. Schöne Pläne, danke dafür auch. Freilich nur die gezeichneten, für die geschmiedeten sollten trottelige Nordamerikaner dankbar sein. Sind sie freilich nicht, offenbar, leider. Eben doch trottelig.

Freya1Das wäre noch ein Kompliment für die Reederei. Der ist das sogar das „Für“ zu schade, um ein gruseliges „S“ einfach anzuhängen. Geht allerdings auch ums Leben auf der Freya. Da hilft, dass großzügige, lichtdurchflutete Salons Service auf hohem Niveau garantieren. Ja, auch. Quasi. Das Fest fürs lesende Auge ist freilich die Interpunktion. Von wem hat die Reederei wohl das Synonym „schwimmendes Museum“ geklaut, wenn sie sich so öffentlich von der Bezeichnung distanzieren muss? Spare mir die Antwort.

Keine Antworten auf die drängende Frage nach der Antriebsart finden vermutlich auch die zwei Schaufelraddampferfreunde, wenn sie diese investigativen Fotos sehen: Die Reederei behauptet glatt, die Freya sei der einzige „dampfbetriebenen“ Seitenraddampfer an der deutschen Küste. Bin freilich beeindruckt, die Herren Schaufelraddampferliebhaber sicher auch. Vom Dampfbetrieb in Anführungsstrichen. Freya2Haben selbstredend eine Erklärung für die Gischt am Heck der Freya: das Ruder wühlt freilich das Wasser auf. Auf keinen Fall dreht dort eine Schraube, die Schaufelräder dienen nicht dem Antrieb der Butterpresse. Deshalb heißen die Schaufelraddampfer auch nicht Butterkutter. Der 820. Geburtstag des Hamburger Hafens öffnete mir nicht das Auge.

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Ein Gedanke zu „Freya

  1. Die Behauptung „einziger dampfbetriebener Seitenraddampfer an der deutschen Küste“ beinhaltet dann auch so viele Einschränkungen, dass es nicht schwer ist, diesen Rekord zu halten ;-) Obwohl, das „Seiten-“ könnten sie sich auch sparen; Heckraddampfer gab’s an der Küste meines Wissens überhaupt keine.
    Aber ich will gar nicht meckern – schön dass es die Freya gibt, denn sie ist eine der wenigen Überbleibsel einer technisch fszinierenden und – aus heutiger Sicht – überaus romantischen Zeit.

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