Milchkaffee

War heute in Graubünden. An der Via Mala. Im Buch. Sieben Stunden nach fünf Minuten Fußweg. Trank dort einen Milchkaffee. Einen. In sieben Stunden. Hätte besser Sonnenmilch mitgenommen. Sieben Stunden Sonne plus Reflexion, von der spiegelglatten Wasseroberfläche. Heute spiegelglatt, gestern aufgewühlt, vom Wind, Schiffsschrauben, Schneeschmelze. Schnee schmilzt freilich in Graubünden, fließt als Rhein in den Bodensee. Als See nach Zürich, auch. Dort liest es sich ja gut. Bei einem Milchkaffee.

milchkaffeeDer genossenschaftliche Milchkaffee erinnerte mich heute an den ersten Milchkaffee. In New York, 2001. Vor dem elften September. War noch in der Greatest Bar on Earth. Dort gab’s freilich keinen Kaffeemangel, im gruseligen Hotelzimmer am Frühmorgen aber. Nach einem Morgen ohne Kaffee half der Milchkaffee des amerikanischen Spezialitätenrestaurants mir, die Augen aufzuschlagen. In den U-Bahn-Schacht auch. Angst, etwas auch, beim ersten New-York-Besuch. Die U-Bahn kam aus der Bronx. Angst auch etwas vor dem nächtlichen Milchkaffeeeinkauf. Am Broadway. Zwischen 94. und 95. Straße.

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