Traumhaus

traumhaus1Verzeihung, liebe Hausbesitzer. Zürcher. Das Traumhaus steht nicht in Zürich. Freilich wäre das naheliegend. Nahe dem See. Den schönen Riemenböden, den duftenden Handtüchern, dem Glockenspielabfluss. Die Glaswand der Dusche erinnert etwas an die Außenwände. Die Fliesen an den Boden. Des Deutschen Pavillons zur Weltausstellung 1929 in Barcelona.

Der ist eine Sammelstelle für deutsche Touristen, hörte ich. Dabei heißt er doch Mies-van-der-Rohe-Pavillon. Auf Spanisch. Ist heute freilich auch nicht mehr der Deutsche Pavillon zur Weltausstellung 1929 in Barcelona. Der wurde 1930 abgerissen. Sein Interieur offenbar aber aufbewahrt. Bis zum Wiederaufbau 1983. Zur Wiedereröffnung 1986. Die Barcelona-Sessel und Ottomanen sind älter als 23 Jahre. Sie sind keine Anfertigungen des einzig lizensierten Herstellers. Wartete fünf Minuten, um das nachzugucken. Auf eine Fotografin, die den Thronraum fotografierte. Auf den beiden weißen Barcelona-Sesseln saßen während der Weltausstellung 1929 traumhaus2der spanische König Alfonso XIII. und seine Frau Prinzessin Victoria Eugénie von Battenberg. Das Sesseldesign ist Königen angemessen, lese ich. Vielmehr doch: Lesern angemessen, denke ich. Einem Leser, auch. In Barcelona war Lesen verboten. In den Barcelona-Sesseln. Dann wohl in Zürich. Lesen, träumen von Traumhaus, auch.

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2 Gedanken zu „Traumhaus

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