Jakobstraße

Höre immer wieder ein Lied. Einige Lieder manchmal, hauptsächlich doch aber eins. Am Ende. Das wechselt vielleicht einmal im Monat. Jedes halbe Jahr. Höre mit Winamp, seit Jahren nicht anders. Hörte schon in Studienzeiten so. Als MP3 noch rar waren, schnelle Internetleitungen auch. Bezahlte Musik aus dem Internet auch. CDs noch nicht so rar. Hörte eine CD in der Jakobstraße. Der Aachener. In einer Kieler WG. Die Mitbewohnerin schenkte mir ein Tablett, nach dem Hören.

Hörte das Lied im Münchner Autoradio. Erinnerte aber nicht die Aachener Jakobstraße. Das Internet fördert ja die Bequemlichkeit. Könnte den Straßennamen auf dem Stadtplan nachschlagen. Der steckt knapp einen Meter hinter meinem Rücken in einem Stehsammler. Schlug den Straßennamen aber im Internet nach. Auf der Satellitenkarte, die zeigt auch den benachbarten Wochenmarkt. Auf dem Aachener Markt. Den erinnere ich nur im Advent, nach einer Prüfung. Damals besaß ich schon selbst die CD. Das Lied. Missing von Everything but the Girl. Das lief im Münchner Autoradio. Erinnerte nur, dass es ein besonderes Lied war. Zelebrierte den Kauf in der Jenaer Schillerpassage. Nach der Rückkehr. Aus Aachen. Vor der Rückkehr. Nach Aachen. Aber Aachen machte das Lied nicht zu etwas Besonderem. Erinnere nicht. Nicht einmal die Zeile „Can I confess: I’ve been hanging around your old address?“ ist ein Hinweis. Gut eingerichtet vom Gedächtnis, dass nur die schönen Erinnerungen erhalten bleiben.

An was erinnert mich Viva la Vida von Coldplay in einigen Jahren? Das Aufwachen im Zürcher Gefängnis? Schreibe es dann.

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