Pickerl

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Verkniff mir feierlich nicht einmal diesen Spruch, schaute ihm trotzdem ins Maul, lag ihm in den Ohren, vielmehr. Im Spaß freilich, machte ihm auch Spaß. Musste immer wieder hören von der zweistelligen Verspätung. Wegen dem gesparten Pickerl. Die Ortsdurchfahrt Bregenz, freilich hinter einem Laster hinterher, wegen dem gesparten Pickerl. Fast 25 Minuten verspätet.

In Zürich sagte das Navigationsgerät unsere Ankunft um 16:27 Uhr voraus. An der Ausfahrt Bregenz zählte es die Minuten hoch, ich verspottete jede. Zweistellig rasch, witzelte schon über dreistellig. Dann wäre es knapp geworden zum Konzertbesuch in der Olympiahalle, hörte ich vom Beifahrersitz, ebenfalls mit höhnischem Unterton. Angst aber auch in der Stimme. Lächeln auf den Lippen. Fuchtelnde Arme auf dem Fahrersitz. Beschwichtigende Worte von dort auch. Aus dem Fond nur böse Kommentare, über jede Minute. Für den Pfändertunnel hätte es eine Korridorvignette für zwei Euro gegeben, stattdessen 25 Minuten Verspätung. In der Münchner Arnulfstraße wurde es knapp für mein Zweistellig, hätte die Korridorvignette trotzdem bezahlt. Gern auch, geschenkt.

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