Laterne

Trauergesellschaft am Zürisee. Promenierende Passanten tragen Schwarz, hauptsächlich, beim Mittagsspaziergang am Seeufer. Durchstrahlt von Rot und Orange. Das Schwarz. Unter weißem Kreis, die Wolkendecke hängt vor der Sonne. Die wärmt, die Seebesucher, lesenden, grübelnden, starrenden. Starren ist meist schlecht, nicht nur für Seebesucher. Im schwarzen Mantel, geschlossenen, dick eingepackt. Seeluft kuriert die Erkältung. Obgleich sich kaum ein Lüftchen rührt. Die Wärme des weißen Kreises kein Lüftchen fortträgt. Am ersten Frühlingstag.

laterneBin froh, nicht mehr die Laterne leuchten sehen zu müssen. Über dem morgendlichen Weg zum Kunsthaus. Ist freilich eine nette Laterne, beleuchtet die unbefahrene Straße, den geteerten Bürgersteig. Aber ihr Leuchten führte auch vor Augen, dass die dunkle Jahreszeit noch andauerte. Morgens. Nun ist sie aus. Die Laterne. Morgens. Um sieben auf dem Weg zum Kunsthaus. Unterhalb der hohen Promenade.

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