Zitat (15)

Du hättest mich beargwohnt, ein Schatten wäre geblieben, ein fliegender, scheuer Schatten von Misstrauen zwischen Dir und mir.

Schreibt Stefan Zweig der Schreiberin des „Brief einer Unbekannten“ zu. Berichtete von einer Textstelle, an der er verfehlte. Tat er freilich nicht. Der nette Herr Zweig. Beneide ihn ja um seinen Wortschatz. Schatz auch. Verschenkt den Schatz, nett, wie er ja ist. An uns. Müssen heute zehn Euro oder vermutlich achtzehn Franken zahlen, für das Buch. Sind dann aber reich. Nun folgt reine Werbung: Im Buchhandel gibt es den Sammelband „Meisternovellen“, er enthält „Die Frau und die Landschaft“. Jeder, der dies gelesen hat, versteht, warum ich hier werblich schreibe. Zitat (16) wäre 26 Seiten lang. Staubtrocken auch, schmecke die mehlige Zunge. Sehe, höre, rieche, spüre. Mag nicht zu viel verraten. Lest. Bitte. Nicht hören. Gelesen von Barbara Wussow. Grusel.

Schatten können ja auch gruselig sein. Nicht die mit den spitzen Zähnen, auch nicht die von Schrauben im Hals. Schatten, lange, so flüchtig und scheu sie auch sind. Auch.

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