erwischt

Wir haben heute Morgen ein schwieriges grammatikalisches Problem zu lösen. Bat ich die Bäckersfrau vom Oberdorfbeck um kurz nach sieben. Statt ein Amaretti zu bestellen, das bekam ich ohne zu fragen. Nach dem Amaretti. Müsste Amaretto heißen, behauptet der rätoromanische Bannerschubser. Mit rudimentären Italienisch-Kenntnissen. Wettete dagegen, freilich. Die Bäckersfrau vom Oberdorfbeck wird mir kaum um sieben am Morgen schon erwischtfalsches Deutsch auftischen. Schweizerdeutsch oder Hochdeutsch. Nein, tut sie freilich nicht. Die Einzahl von Amaretti ist Amaretti. Auf Schweizerdeutsch. Amaretto ist das Getränk. Freilich muss die Einzahl auch Amaretto heißen, aber nicht auf Schweizerdeutsch. Kein starkes Argument, befand der Bannerschubser, wähnte sich im Recht. Wir einigten uns auf Unentschieden. Ging nur um ein Getränk, nicht das Amaretti. Der Einsatz wäre zu hoch gewesen. Es überlebte bis zum Nachmittag. Erwischt, nach dem Foto wurde es verspeist.

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Ein Gedanke zu „erwischt

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