Velogarage

velogarageAn der Schifflände. In Schaffhausen. Dort ist’s auch ganz gruselig am bitterkalten Sonntagmorgen. Kein Mensch auf den Straßen der schönen kleinen Altstadt. Die bittere Kälte war sicher ein Grund, der Morgen ein anderer. Selbst die Möwen standen einbeinig auf schneebedeckten Pollern, dem zweiten Bein war’s zu kalt. Wohlig warm vergraben im Gefieder. An der Schifflände, wo Rheinschiffe landen. Im Sommer, im Frühling sicher auch. Dann zetern die Möwen auch nicht so sehr über das kalte Rheinwasser. Schreien schwimmend. Stromabwärts hin zum Rheinfall, der ist drei Kilometer entfernt. Von der Altstadt. Der Velogarage unterhalb des Wasserspiegels auch.

Unterirdisch parkierte das schöne Radl aus Jena am Aachener Karlsgraben. Festgekettet an der Wandhalterung. Gemeine Schurken hinderte das nicht am Diebstahl. Wartete anderthalb Jahre, um es wieder zu ersteigern. Danke dafür schön, nettes Internet. War freilich nicht das gleiche Radl, aber das gleiche Modell, mit höherer Rahmennummer. Billig jedoch. Preiswert sowieso. Parkierte seitdem nie wieder unterirdisch, das schöne Radl. In München hatte es ein eigenes Zimmer. Kleines, aber immerhin. Im zweiten Stock, brauchte nie Fahrstuhl fahren. Den kalten, metallischen. In Zürich steht’s hinter dicken Mauern, warmen. Dort, wo die Schiffe landeten bis vor 127 Jahren.

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