Backup

backupDie Textidee gibt’s fast so lange wie dieses Blog. Dabei predigt der Redaktor seinen Lesern seit achteinhalb Jahren: Datensicherung hat höchste Priorität. Selbst ist er ein nachlässiger Datensicherer, verlässt sich auf eine kleine Festplatte. Seinen Tablet-PC, sein elektronisches Buch, seine Speicherstifte. Seit dem 12. August 2007 um 23:22 Uhr. Dem Zeitpunkt des letzten Backups.

Alles begann mit Fünfeinviertelzolldisketten, dann Dreieinhalb. Dutzende, circa 200 am Ende, feinsäuberlich beschriftet mit Bleistift. ARJ war so nett, voluminöse Dateien aufzuteilen, auf Diskettengröße. Nur Dokumente und Bilder, freilich. Software auch, die älteste Datei, ein Turbo-Pascal-Programm, feierte am 19. Dezember ihren 20-sten Geburtstag. Glückwunsch nachträglich, auch. Vor 15 Jahren brannte die erste CD-ROM. Der Rohling kostete 28 Mark. Qualität zahlt sich aus, denn sie dreht sich noch, als wäre der Brenner gerade abgekühlt. Brannte eine Dreiviertelstunde, mit einfacher Geschwindigkeit, freilich. Zwei Jahre später schreib der eigene Brenner jedes Vierteljahr eine neue CD-ROM. Eine, wohlgemerkt, darauf hatten Studium, Korrespondenz und Bilder Platz. Mit der Brenngeschwindigkeit schwoll die Datenflut, ergoss sich auf vier CD-ROMs pro Quartal. Die wichtigen Scheiben drehten sich monatlich neu im Laufwerk: Studium und Privat. Privat waren nicht mehr Musik und Fotos. Damit brach die Flut herein, sie beanspruchten bald DVD-ROMs. Vier pro Quartal. Am Ende waren die Silberscheiben doppellagige DVD-ROMs, ebenfalls vier, aber nur noch jedes halbe Jahr. Noch hörte der Redaktor auf das, was er predigte. Dann fielen die Festplattenpreise. Beim Initialbackup blieb’s. Bis heute.

Heute passt dieses Blog noch auf eine Fünfeinviertelzolldiskette, allerdings eine doppelseitige mit hoher Kapazität. Nun darf der Redaktor auch wieder predigen.

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2 Gedanken zu „Backup

  1. Ich erinnere mich noch an die Datasette von Commodore (64er). Da war das Rechengehirn nur mit der Tastatur gekoppelt und gespeichert wurde auf Kassette…

  2. Ein Informatiker war Mitte der 90-er so freundlich, mir die Party aus The Bard’s Tale, die Zwischenstände des durchgespielten Leisure Suit Larry und die Texte aus Vizawrite zu sichern. Alles freilich für den Amiga. 500. Auch nicht von Datasette. Obwohl sich die C64-Kassetten lustig anhörten. Den Anruf beim Radio, bei dem sich der Hörer den Titel „Frogger“ von der Gruppe „Atari“ wünschte, gab es sicher. Auch.

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