Brei

Was ist mit dem Krokodil? Fragte die Künstlerin, als ich vom werbefreien Blog sprach. Werbefrei ist er ja gar nicht, schreibe immerhin über die schönen Sachen von der Deutschen Bank. Damit ist freilich gar nicht das krisengeschüttelte Geldinstitut gemeint. Nur die dänische Modemarke, die in den vergangenen Jahren das gleiche Logo nutzte. Auf meinen Jacken, Strickwaren, Hemden, Polos, Socken. Hier im Norden kennt die jeder, die schönen Sachen von der Deutschen Bank. Halten auch ewig. Mittlerweile ist das Logo wieder rot und grün. Die Klamotten wieder dunkelblau, maritim. Aber die Kunden wollten keine Reklame laufen, für die Deutsche Bank. Die Filialen in Koblenz, München, Nürnberg, Schleswig geschlossen. In Kappeln gibt’s noch eine, dort verkaufen sie beige Polos. „Soll es unbedingt die Deutsche Bank sein?“, fragte die Verkäuferin. „Nicht soll, muss.“ In Zürich gibt’s die gar nicht.

breiIn Zürich freilich verkauft wird Jenaer Glas. Zu meinem Glück. Ja, Frau Künstlerin, schon wieder Werbung. Dafür gern, sehr sogar. Das patentierte für den Herd. Ist wie die Deutsche Bank: Heute auch nicht mehr das, was es einmal war. Geblieben ist die Wagenfeld-Serie. Auch wenn der Geschenkideenausdenker sie tatsächlich nicht bewerben konnte. Längst nicht mehr produziert wird die kleine Schüssel aus Jenaer Glas. Daraus aß ich Brei.

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