Lighthouse

Heißt freilich Leuchtturm, viel schöner als im Englischen. Hörte: Das geht ja gar nicht. Aus einem Mund, der das sonst nie sagt. Sagt er. Auf Spanisch heißt Leuchturm Faro, lernte ich. Lighthouse steht auf dem Kalender 2009 im Seilereischaufenster in der Zürcher Torgasse. Schade, dass Leuchttürme in der Weltsprache Englisch so gruselig heißen. Immerhin in der Weltsprache Spanisch schöner, nett in Deutsch.

Leuchttürme sind ja nett, auch. Ihr Leuchtfeuer schaut sich um nach Augen, einem auch. Guckt entlang der Seebrücke weit aufs Meer hinaus, über die schäumende Brandung hinweg, über die Flut, die der Wellenbrecher besänftigt. Guckt auch ins Land hinein, in die guten Stube, das Schlafzimmer. Der Küstenanrainer, Frittenverkäufer und Glühweintrinker vielleicht. Sie stört bestimmt das Feuer, finden es nicht nett. Zum Kapitän ist das Leuchtfeuer aber schon nett. Warnt ihn vor dem nahen Ufer, den Klippen, den Untiefen. Den Matrosen wärmt es, signalisiert den nahen Heimathafen.

Auch ein Mensch kann ein Leuchtturm sein, rundum strahlend, nicht nur Freude aus.

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2 Gedanken zu „Lighthouse

  1. Pingback: Abkühlung (1) « oder auch

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