Krokodil

Stolz sind die Spanier schon. Zu stolz um eine Fremdsprache zu lernen. Kenne das auch ganz anders, vom Cappuccinorührer. Respekt dafür, viel, auch. Im Diagonal Mar, dem Einkaufszentrum auf der anderen Straßenseite, bedient viel weiblicher Stolz. Ohne auch nur die geringsten Englischkenntnisse. Respekt. Urlaub – Ferien, Entschuldigung, Schweizerdeutsch – in der Heimat. Oder in Amerika. Kunden müssen schon mit Händen sprechen können. Oder Spanisch. Hilft, auch. Bei der Farbauswahl, der Größe. Vom Polo vom Krokodil. Wollte das immer mal haben, in dunkelgrün. In Größe drei nur in hellgrün oder blau. In braun auch. Notkauf quasi. Der Koffer war noch unterwegs. Von Zürich über Madrid nach Barcelona. Dafür auch Respekt, Iberia. Am Abend noch der abschlägige Bescheid an der Rezeption. Nach dem hektischen Einkauf stand er auf dem Zimmer, dem Gefängnis. Selbst Hilton bessert sich: Jetzt auch mit hellen Fliesen im Bad, Waschtisch und endlich, endlich Brause statt dem festen Duschkopf. Krassen Respekt, dafür.

krokodilUnterstellte Iberia schon ein unterschwelliges Konjunkturförderprogramm in Krisenzeiten: Schweizer Touristen zum Konsum anregen, Koffer verbummeln. Eine Zahnbürste sollten Schweizer Touristen unbedingt gekauft haben müssen, mindestens. Nach einem Tag auch die komplette Garderobe. Dringend. Spätestens nach Ladenschluss kann der Koffer gefunden werden. Huch, da ist er ja. Na sowas. Danke auch für die Euros, getauschten Franken. Für das Polo mit dem Krokodil gibt’s keine Euros zurück, nur einen Gutschein. Für spanische Filialen freilich. Geld bleibt im Land, doch Konjunkturförderprogramm. Für stolze spanische Geschäfte. Ohne Paradies unter Z. Das Jugendbuch heißt „Vorstadtkrokodile“. Kein Spaß, Herr von der Grün. Simples Deutsch erschwert das Lesen.

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2 Gedanken zu „Krokodil

  1. IBERIA fliegen ist schwer. Ich weiß es. Sehr freundlich sind die wichtigen Damen in ihrem Saftschubsen-Outfit auch nicht. Besser aber Koffer über Madrid, als über Santiago de Chile. Da fliegt IBERIA auch hin.
    Nur spanisch reden finde ich OK. Kann es ja auch. Besser als nur französich reden. Kann ich nicht so gut. Obama ist Präsident der USA. Find ich gut. Seine letzte Werbungsbome vor der Wahl wurde ja auch auf spanisch gesendet. 30 Minuten war es lang. In den USA auf spanisch. Da kann man ja vom Author erwarten, dass er sich auf spanisch in Spanien bei einer spanischen Verkäuferin ein Polo kaufen kann. Auch in Braun und auch mit Krokodilen.

  2. Pingback: Brei « Oder auch

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