Dach

Sah ein weißes Schimmern durch den Spalt in den Fensterläden. Am Morgen. Gestern war es nur Schneeregen, als Enten Fangen spielten auf dem See. Schwäne schliefen, den Hals und Kopf tief ins dicke Gefieder gesteckt. Im Schein der hell erleuchteten Butterkutter. Am Abend war Weinmesse auf dem See. Eiswein servierten die Kellner sicher, auch. Über Nacht war’s kälter. Offenbar.

Früher Schnee für Zürcher Verhältnisse, auf dem Dach im Oberdorf. Sagt die Oberdorf-Bäckersfrau. Das Verkaufsfenster geschlossen wenn niemand Amaretti haben mag. Kalte Nässe hält inne zwischen alten Häusern. Glotzt. Rinnt über Kopfsteinpflaster dem Flussufer zu. Schafft es nicht in die Häuser, trotz offenem Fenster. Dicke Wände stemmen sich ihr entgegen, halten Wärme fest für Menschen hinter ihnen. Barfuß laufende über Riemenböden. Hinter Fensterläden, grünen.

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2 Gedanken zu „Dach

  1. Schnee? Arme Sau!

    Beziehungsweise: Du Glücklicher. In Berlin schmeissen die Bäume einfach ihr Herbstlaub weg. Was übrig bleibt, ist grau: weil prima Plattenbau.

    Damit der Hundekot nicht hart wird, regnets druff. Uff.

  2. Danke fürs Stichwort, quasi auch. Platte. :-) Zürcher Bäume schmücken sich noch ganz schön in braun, gelb, rot. Sie friert’s sicher auch. Zum Glück lassen die Wolken den Regenquatsch, meist. Aber wird sicher noch gruselig: Neonweihnachtsschmuck für die Bahnhofsstrasse. Angst, etwas.

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