Brocki

Vergesst Flohmärkte und angebliche Antiquitätenläden im Münchner Glockenbachviertel. Viel zu mühsam, zu viel Ramsch, viel zu kleine Auswahl auch. Und viel zu teuer! Benutze Ausrufezeichen nicht häufig. Nie quasi. Kommt mit ins Brocki-Land.

Zürcher würden vermutlich sagen: beste Lage. Na ja, halbe Stunde Anreise, durch die Achterbahn für Rollstuhlfahrer, vorbei am Haus mit panischem Dach. An der Steinstrasse die gewinnträchtigen Filialen: Musik und Antik. Beide Betriebsferien. Bücher erst im Hinterhof. Und eine Tiefgaragenrampe. Rondell. Drei Etagen unterirdisch: Elektronik, Haushalt, einige Möbel, Werkzeug im ersten Untergeschoss. Platz für vielleicht 100 Automobile. Die Abfahrt ins Zwischengeschoss und in die zweite Etage dekoriert mit Bildern. Rahmen vielmehr, stehend, quer zur Fahrtrichtung. Drei Reihen übereinander. In den tiefen Geschossen Bekleidung, wieder Haushalt, wieder Bücher. Zwölf Regale Belletristik, zehn Taschenbücher, zehn Nachschlagewerke, zehn Psychologie. Dafür gibt’s eigene Brockenhäuser, nur mit Büchern. Erst im neuen Jahr, bin mehr als versorgt. Heute wieder: „Glasperlenspiel“ in Gedenken einer Selbstgeißelung nahe Barcelona, „Freitag oder die Angst vor dem Zahltag“ vom Vater des Chefredaktors und Dudens Stilwörterbuch. Von 1963. Stil war damals besser, brauche keine 2008-er Auflage mit heutigen Absonderlichkeiten des schönen Deutschen. War 1963 schon schön. Auch. Zusammen mit einem Geschenk und zwei Küchenutensilien kostete das wie viel wohl? Keine zehn Euro, 15 Franken auf Schweizerdeutsch. Jedoch: Obacht bei der Ausfahrt. ;-)

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