Brot

Der frühen Jahre. Verwechsele es immer mit dem Haus ohne Hüter, beides Heinrich Böll. Nachkriegsromantik: Für Ührer, Olk und Aterland, ein Zitat aus dem Haus ohne Hüter. Fast ulkig, wenn’s nicht so tottraurig gewesen wäre. Für die drei Wörter war der Vater gestorben, Hüter. Des Hauses.

Aus Deutschland stammt zum Glück nicht nur Gruseliges. Bräuche haben schlimme Zeiten überlebt. Sehr schlimme, umso schöner die Bräuche: Brot und Salz. Zum Einzug in die Sophienstraße, von der Käfer fahrenden Juristin aus dem Bergischen Land. Litt Hunger danach, aber keinen physischen. Das konnten das gute Brot und das gute Salz nicht verhindern. Die Geschichte hat derzeit circa 110.000 Zeichen. Für Christian, Manuel und Marc. Jena.doc. Dort gab’s den Brauch, in Zürich kennt den niemand. Nicht einmal die Bäckersfrau und der Bäcker vom Oberdorf-Beck. Schweizerdeutsch für Bäckerei im Oberdorf. Dort gibt es leckeres Brot, Amaretti, hinter einer Lade. Die geht morgens um kurz nach sieben auf, dann steht dort eine Schlange. Menschen, warten auf Brot. Auch. Ein Lächeln.

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2 Gedanken zu „Brot

  1. Im stalinistischen Rußland stand das Bilden von Brotschlangen unter Strafe: zehn Jahre Straflager dafür (Alexander Solschenizyn, der Archipel GULAG)

  2. Oha, Angst, auch. Zu meinem Glück gibt’s dort auch Amaretti. Lecker! Also reihe ich mich gar nicht in die Brotschlange ein. ;-)

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