Rampenverkauf

Keiner verkauft dort Rampen. Bier von der Rampe, Zürcher. Das war Schweizerdeutsch. Für einen Einwohner oder Waren aus Zürich. Vier Waren: Club, Goldsprint, Rekord und Start. Münchner angeblich im Herbst. Zum Oktoberfest. Schrieb ich vor acht Jahren auf die Seite, sagte der Verkäufer. Stattdessen gibt’s Club, mit Apfel. Gruselig, wie alle Schweizer Biere. Immerhin Zürcher. Selbstgeißelung für den Lokalpatriotismus, quasi. So schlimm ist’s auch nicht, Rekord und Sprint sind o.k. Im Vergleich ist das Bier aus der einzigen Brauerei in Münchner Besitz eine Gaumenfreude. Das hasse ich ja, auch.

Kein Pfand, wirft der Automat den Flaschen vor. Das Bier gab’s nicht in der Regerstraße, nur am Rosenheimer Platz. Aus der zweiten Heimat. Die Jenaer Brauerei war vier Jahre geschlossen, als das Zürcher Brauhaus eröffnete, in 1997. Gruselig, in Jena. Fast ganz Ostdeutschland feierte Jan Ullrichs Tourgewinn, trauerte um Lady Di. Fast ganz. Die Wernesgrüner aber. Brauten leckeres Bier. Heute noch, auch.

Mit dem Kasten durch halb Zürich, vor Monatsfrist noch jeden Tag. Die Flaschen akzeptiert kein Automat. Besonderer Schluck für die Gäste. Und den geschafften Redaktor. Am Abend, das Tagwerk Revue passieren lassen. Stunden rasen vorbei. Hat die Natur gut eingerichtet: Gefällt es dem Menschen, nimmt er keine Notiz davon, wie die Zeit vergeht. Danke für die Minuten zum Lesen beim Bierholen, auch.

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