Handtuch

Der Wärmer warm, jetzt. In der ebenerdigen Dusche. Kalte Luft in der Abfallgasse. Stürmt nicht bei Windstille. Luft steht, kalte. Daneben das Handtuch auf der Leine. Früh morgens auf dem Handtuchwärmer. Kurz nur trägt er das Handtuch. Wärmt den Duft des Sees. Salz, Tank, Hauch von Pfeffer. Auch Zucker. Vom Tag, der Nacht, aus der Abfallgasse. Zeit zum Auslüften, trocknen. Im Schatten des Dachs, des Hauses in Reichweite. Circa eine Armlänge.

Möwen kreischen am See, der Limmat. Stehen auf Pfählen. Höre sie bei offenem Fenster, beide Flügel. Zwei Rundkopf-Wäscheklammern sind unnütz, bei Windstille. Luft bläst Seeduft in die Baumwollfäden. Zum dicken, blau gefärbten Handtuch verwebt. Von hässlichen, großen Maschinen. Die passen nicht einmal in die Abfallgasse. Gut so. Auch dick trocknet schnell nach dem Duschen. Und duftet. Weichspüler ist pure Verschwendung. Kein Duft der Welt riecht wie Seeluft. Kein Lied aus dem Radiowecker kreischt wie Möwen.

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