Wasser (1)

Grünblaue Wellen schwappen gegen die Bordwand. Fast durchsichtig. Auf dem See, mit dem Linienboot. Der Monatskarte zum Bürkliplatz. Blick in die Tiefe, durch klares Wasser, an Fischen vorbei, auf den Grund aus Steinen. Trinkwasser. Schneeschmelze in den Alpen, jeden Tag. Sonst wäre er leer, der See. Noch immer warm, gar nicht wie der Schnee. Geschmolzen, jetzt 21 Grad. Er trocknet rasch in der Hand, abtrocknen lohnt nicht. Wäre auch schade drum, den See. Das Wasser.

Sprudelt unwirsch aus dem Spülbeckenhahn. Der Armatur aus dickem Stahl, sie steht auf dickem Stahl. Der Einhandmischer lässt es los. Hält es aber nicht mehr auf. Kein Sieb verfeinert den Strahl. Des Trinkwassers, vermutlich nicht aus dem See. Der Wasseraufbereitungsanlage. Grusel, schon das Wort. Und schade drum, den See. Das Wasser.

Tropischer Regen in der Dusche, ebenerdig. Ein Wochenende lang aber kalt. Schon längst warm, sanft, luftig. Rieselt auf den Ablauf, metallisches Klingen. Glockenspiel fast. Hinter der Glaswand bis fast zur Decke, in zwei Meter Höhe. Fliesen auch, unregelmäßig gefliest. Den wasserabweisenden Anstrich bitte nicht anbohren, hörte ich. Den Seifenhalter halten Saugnäpfe. Und Wasser.

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