Cube

Mal wieder Zeit totschlagen. Morgens in Zürich. Früh geht anders, die Handwerker klingelten Sturm. Auf Klingelknöpfen ohne Ton. Um sieben öffnete ein Bewohner die Tür. Der musste ins Kreisbüro. Kreis eins, im Rathaus, nicht an der Rathausbrücke. Der Schalter öffnet um 8.30 Uhr.

Ein Kaffee am Paradeplatz ist die Alternative, meinte der Beamte. Der Meisterdetektiv fiel mir gar nicht ein. Das wäre Marie Antoinette nie passiert. Nur Geschäftsfrauen und -männer hetzen von einer Tram in die nächste. Am Paradeplatz. Morgens vor acht. Noch immer Zeit. Keine Hetze. Wandern, langsam, Morgenluft atmen. Der See schickt eine Briese durch die Bahnhofstrasse. Nett. Um die Ecke im Bleicherweg gibt’s Kapseln für den Cube. Ab sieben. Krass.

Den Cube schuldet mir der Exil-Hamburger noch. Befristet in der Hansestadt, Konferenz in acht Minuten. Dafür täglich. Von der Firma mit dem Hammerwurf. Der Gag bei jedem Eintritt ins Redaktorbüro: Wo ist mein Cube? Oder auch nur: Cube? Er schickte ihn zurück, die Fragen blieben. Bis heute. Grüße in den Norden, auch. Ich passiere fast täglich die Geiger-Gasse.

Um die Ecke gibt’s heiße Schokolade, Schweizerdeutsch Premium Hot Chocolate. Grande reicht für ein Blog und E-Mails. Wie im Café Turmeck. Dort steht heute ein Tower. Nicht Schweizerdeutsch. Der spiegelt schön, Jena. Unzählige heiße Schokoladen trank ich dort, noch keinen Kaffee. Mit dem Taschenatlas der Anatomie auf dem Tisch. Meist zugeklappt. Fünf Minuten genügten, dann kam ein Bekannter vorbei. Oder Bekannte. Lieber reden als lernen. Um die Ecke fand Goethe den Zwischenkieferknochen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s