Komposthaufen

Mit Sitzgelegenheit. Scherzt der Hausbesitzer. Den gab’s hier früher, an der Abfallgasse. Die war und ist noch Stadtgebiet. Zutritt nur mit Vierkant. Trockne gerade mein Handtuch darin. Ist so breit, damit sich eine ausgewachsene Sau darin drehen kann. Die Sau hinterm Haus, quasi. Ausgewachsen. Angst, etwas auch, insbesondere im Erdgeschoss. Dort schleckte die Sau das Hinterteil ab. Mitten in der Stadt. Die Sau. Auch.

Heute hängt dort ein Handtuch. Meins, allein, seit einer Woche. Niemand mag sein Handtuch vom Wind trocknen lassen. Das wundert mich. Auch vor den Fenstern auf halber Treppe ist eine Wäscheleine gespannt. Alle leer. Es gibt noch kein Vierkant für die Abfallgasse. Wenn mein Handtuch fällt, muss ich über die Tür klettern, die das Vierkant sperrt. Angst vor dem Handtuchfall. Quasi. Kann nicht der Grund sein. Keiner hat Wäsche, schon eher. Oder Angst vor den Auslegern für die Wäscheleine. Schöne, aus Eisen. Finde ihren Namen nicht, die Hausbesitzerin hat sie namenlos bestellt. Nun hängen sie über der Abfallgasse, helfen, mein Handtuch zu trocknen. Nur. In Seeluft. Auch.

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Ein Gedanke zu „Komposthaufen

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