Schnitzmesser

Drei Geschenke bekam ich mit auf den Weg. Nach Zürich. Keine Abschiedsgeschenke. Wiedersehensgeschenke. Hoffe ich mal, auch. Ein Lustiges Taschenbuch für den Fußballsommer, ein Fußballfeuerzeug und ein Schnitzmesser. Schweizer Messer gibt’s ja hier genug. Auch nicht jeder Schweizer hat ein Schweizer Messer. Ich brauche auch keins, habe schließlich ein Schnitzmesser. Danke dafür, auch.

Das liegt auf der Fensterbank, zwischen Mauern, dicken, warmen. Zusammen mit dem Lustigen Taschenbuch. Und dem Fußballfeuerzeug. Mit Schweizerkreuz. Marie Antoinette liegt auch dort, sie begleitete mich. Auf der Suche, der erfolgreichen. Im einzigen nicht ölgedämpften Küchenschrank steht Zimt. Das mag ich ja, eigentlich, tatsächlich auch.

Vorsicht beim Toilettendeckel, hörte ich. Schließt automatisch, ölgedämpft, auch. Nicht zuknallen. Waschbecken mit Handtuchhalter, ein Handtuchwärmer in der Dusche. Dort fehlt die Seifenschale, noch. Entschuldigung. Die wäre längst da, hätte ich sie kaufen dürfen. Jetzt übernachten das Lustige Taschenbuch, das Fußballfeuerzeug, das Schnitzmesser, Marie Antoinette und Zimt ohne sie. Und mich. Bald nicht mehr. Auch.

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2 Gedanken zu „Schnitzmesser

  1. Der Ripper von Zürich: Erst las er immer lustige Taschenbücher, die er anschließend mit einem Fußballfeuerzeug mit Schweizerkreuz verbrannte. Danach ging er mit seinem Schnitzmesser auf Tour. Am Tatort fand sich stets ein Bild von Marie Antoinette und über allem lag ein Hauch von Zimt.

  2. Pingback: Portemonnaie « Oder auch

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