Keramik

Weiß so weit das Auge reicht. Das Auge. Maler streichen alle Ecken, beschriftete und Stürze, Türrahmen, den Wandschrank, die Raufasertapete. Weiß steht auf der Wand neben der Küchenzeile. Die ist auch weiß, noch geschützt durch blaue Folie. Schubladen oberhalb und unterhalb vom Ofen glänzen weiß, freuen sich auf Besteck und Pfannen. Der Gewürzschrank darüber auf den Zimt. Nachts im Studentenwohnheim neben der Esso an der Roermonder Straße in Aachen, vor Jahren. Milchreis mit Zimt und Zucker. Leibspeise neben Miraculi, gekocht bei Tom und Birgit in der Jenaer Westbahnhofstraße. Nahe dem Paradies, wenn nicht drin. Vor noch mehr Jahren.

Weiße Keramik. Noch malen die Maler. Dann montiert der Sanitärinstallateur. Der Duschschlauch hängt über dem Einhandmischer, rot ist auch warm. In der Keramikallee, wie mein Onkel zu sagen pflegt. Versenkte Spülkästen hatten wir auch im Rehwinkel. Im Haus in Schleswig. In Zürich von Laufen aus Laufen. Tom und Birgit sind aus Lauf.

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Ein Gedanke zu „Keramik

  1. Ich hoffe deine Lieblingsspeise war “Miracoli”. Hoppla – vielleicht meinst du ja eine ostdeutsche Variante, die “Miraculi” heißt.
    Übersetzt man „Miracoli“ aus dem italienischen ergibt es „Wunder“. Auf der anderen Seite könnte man mit etwas Fantasie “Mira culi” mit “Schau Arsch” übersetzen. Dann aber müsste mir der Satz “Nahe dem Paradies, wenn nicht drin.” wirklich zu denken geben.

    Ein treuer Leser (nein und ich werde nicht damit drohen mein Abo zu kündigen ;-))

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