Flughafen

Steril seid ihr, kühl. Kein Willkommen. Aber Großzügig eingerichtet, mit Polstergruppen, Einzelplätzen. Niemand sitzt gern neben Fremden. Liegt unbequem auf zwei Ritzen zwischen Sitzen. Weitläufig seid ihr. Weit laufen hauptsächlich, das muss man in euch. Auf Marmorböden, maschinell gefeudelt. Auf Laufbändern mit Ansage am Ende, Stolperfallen für Gespräche. Unvermittelt in den Arm fallen. Auf Laufbänder fürs Gepäck, hinter Theken mit hübschen jungen Damen. Sie wiegen, kontrollieren, blicken, fragen. Haben Sie den Koffer selbst gepackt? Hat Sie jemand gebeten, etwas mitzunehmen? Müssen sie. Zweihundert am Tag. Drücken dann den Knopf für die Reise. Des Koffers. Warten auf Vorfeldern, großen, die dürfen nicht betreten werden. Ausnahmsweise vom Bus zur Treppe. Treppauf husch, husch. Hinein in die Röhre.

Anspruchsvoll seid ihr auch, verlangt Lebensstunden. Zwei. Kostet Zeit. Teure, unbezahlbar. Mit Gold nicht aufzuwiegen, auch mit Blei nicht. Auch wenn’s schwerer ist. Bleierne Trägheit. Immer das gleiche. Die Reise zu euch dauert nochmal Stunden. Von euch weg auch, vorbei an wartenden Taxis, Schlangen, mit wartenden Fahrern. Unangenehm. Weil ihr so viel Platz braucht. Warten, meist unnütz. Auch Menschen warten in euch, manchmal sehnsüchtig auf Menschen. Nette auch. Mit Schildern. Auch nett. Für Menschen habt ihr Rüssel. Auf Rädern.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s