Geld

Gar nicht so einfach, das in Zürich los zu werden. Zehre immer noch von den Franken vom Rosenheimer Platz. Auch größere Mengen nimmt nicht jede Bank, schon gar keine Zürcher. Kantonalbank. Das Konto können wir nicht eröffnen, wurde mir beschieden. Doof auch. Service leisten wir auch nicht, die Aussage fehlte. Nur mit ihrem Geld arbeiten, das würden wir wohl tun. Quasi. Wenn sie die zweite Unterschrift bringen, vom Besitzer. Ihn verpasste ich um 20 Minuten. Schade, auch. Verputzer raucht in der Küche, sein Kollege trägt Jahrhunderte alten Treppenhausboden ab. War versucht, nach dem Stein zu greifen. Bald liegen dort alte Fliesen, wieder. Vor der Waschküche.

Auf der Limmat aalen sich die Sonnenbader. In der Mittagssonne. Sie schimmert grün. Wie die Fensterläden. Der Nachbar raucht am Dachfenster. Scheu. Als ich die Kamera zücke. Das Haus nebenan steht seit dem vierzehnten Jahrhundert.

Am Abend sind die Aale fort. Dunkle, dicke Wolken drücken sich vor die Sonne. Die schien heute Nachmittag lang genug. Tatsächlich. Fallen musizieren mit Masten am See. Kling, kling. Netter See, las ich. Ein dicker Tropfen landet auf Seite 509, Marie Antoinette schon fast unter der Guillotine. Die Tramstation Lochergut wird mich immer an dieses Buch erinnern. Die kenne ich nur von der Durchsage. Keinen Blick wert, die Offerte in der Badenerstrasse. Kein Geld wert, auch.

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