Fensterläden

Haben einen komischen Namen. Von Lade, ja. Heute sind’s trotzdem immer zwei, Läden. Das ist heute etwas anderes. Geschäft, kann man auch abschließen. Läden auch, Fenster auch, Fensterläden auch. Auch. Die sind aber nett, Menschen schließen sie, wenn sie müde sind. Dann spenden sie Kühle, Schatten, Stille. Für wohligen Schlaf hinter Fensterläden. Nicht so mechanisch kalt wie Rollladen. Die sperren aus. Endgültig. Fensterläden sind aus Holz, manche haben einen Aufsteller. Sie öffnen sich die Augen des Hauses nur einen Spalt, blinzeln bei frühen Sonnenstrahlen. Lamellen brechen Strahlen. Fensterläden sind fast zu schön, um wahr zu sein. Fast aber eben nur. Denn scheint die Sonne nicht, müssen sie den Regen ertragen. Dann rächt sich das Holz. Und die Scharniere. Einmal im Jahr ein neuer Anstrich, Öl fürs Metall. Sonst bleiben die Augen ewig auf. Oder zu. Ganz gruselig sind Fensterläden, die nur zur Zierde da sind. Aufgemalt vielleicht noch. Niemals eine Chance, Kühle zu spenden, den Regen vom Fensterbrett fern zu halten. Freiheit für die Fensterläden. Die festgeschraubten.

Meine Fensterläden sind grün. Und nett.

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2 Gedanken zu „Fensterläden

  1. Pingback: Fenstersauger « Oder auch

  2. Pingback: grauer Klotz « oder auch

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