Hausarbeit

Die hasse ich. Vermutlich jeder. Gibt Leute, die machen das hauptberuflich. Die bestimmt auch. Sonntagabend, jeden. Die Woche aus der Küche putzen. Maschinenpark. Kaffeemaschine, Brotmaschine, was für einfallslose Namen. Ofen und Herd schon besser. Neuer Glanz am Montagmorgen, da ist’s eine Freude, die Tasse abzustellen. Auf dem Abtropfgitter. Der Name sagt, was es nie tut, abtrocknen hasse ich. Nur Besteck ist angenehm, das geht schnell. Belohnung, dass die Gabel, Messer, Löffel fix wieder in der Schublade liegen. Cuver-Boxen, seit Aachen nicht benutzt. Schubladeneinrichtung, variabel.

Jedes Hemd, Hose. Gibt Leute, die bügeln hauptberuflich. Hass, auch. Auch dafür gibt’s Maschinen. Sonntagabend, wieder jeden. Hemden glättet die Reinigung, manchen stehen auch ungebügelte Hemden, Blusen heißen die tatsächlich. Hosen sehen länger frisch aus, nach langen Texten und gelesenen Seiten. Büroarbeit, white-collar worker lernte ich im Englischunterricht. Der Kragen muss schon stehen, musste für ein Musterbeispiel früher nur aufblicken. Jeden Tag. Gruselig: Ohne Reinigung brauche ich zehn Minuten für ein Hemd. Zum Glück schöne von der Deutschen Bank.

Nicht zu vergessen der Aschenbecher auf dem Balkon. Sonntagabend, immer dringend jeden. Hasse ich auch, volle Aschenbecher. In Deutschland gibt’s fast keine kleinen Tüten mehr, für die Asche der Woche.

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3 Gedanken zu „Hausarbeit

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