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Mit den Tags ‘Restaurator’ versehene Einträge

Bohrmaschine

28. September 2009 · 2 Kommentare

Bohrmaschine1Einkaufen kann man ja ganz gut auf der Zürcher Bahnhofstraße. Bahnhofstrasse, freilich, auf Schweizerdeutsch. Der größte Buchhändler Zürichs, auch an der Bahnhofstrasse, hat umgetopft, das Paradies verpflanzt, quasi. Nun gedeiht das Paradies bei den Klassikern, der Belletristik nicht mehr. Braucht neue Setzlinge. Bekam den Tipp, einer sei Peter Bieri. Einer von zehn. Zwischen den Zweigen. Drei Zweige blühten im Paradies. Nun nur noch einer. Die Zürcher Bahnhofstrasse verliert an Attraktivität. Rapide.

Die Zürcher Bahnhofstrasse war ja noch nie eine gute Adresse. Für Restauratoren. (mehr…)

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Adiletten

24. August 2009 · Kommentar schreiben

Adiletten1Machen Sie bitte eine typische Handbewegung. Bat Robert Lembke seine Gäste im Münchner Studio. Würde den angewinkelten rechten Arm auf und ab bewegen. Bin freilich kein Maler, wäre auch ein langsamer. Pleite schon vor der Firmengründung, vermutlich. Strich stundenlang Fensterläden, lasierte würde der Restaurator korrigieren. Entschuldigung. Hat ja Recht. Lasierte ja auch Türrahmen, vielleicht zwei Meter breit und zweieinhalb Meter hoch. Im schönen hölzernen Anbau des roten Hauses mit weißen Fensterrahmen. Während drinnen Wände geweißelt wurden, Türrahmen ja auch. Aber erst das Holz lasiert. War blass vor der Lasur, hinterher gab’s wenigstens einige Jahresringe zu sehen. In den nächsten Jahren darf das Holz schöne große Fenster halten, vier Menschen vor beißendem Wind schützen. Unbedingt, auch.
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Untergeschoss

14. August 2009 · Kommentar schreiben

Untergeschoss1Zweimal Untergeschoss für Sechsfünfundneunzig. Lese ich auf der Quittung des Eisenwarenhandels. Kaufte freilich gar nicht zwei Untergeschosse, kaufte im zweiten Untergeschoss. Konnte dort aber nicht bezahlen. Musste den gruseligen kleinen Lift nehmen ins Erdgeschoss. Dort gibt’s Magnete für schöne Sideboardtüren, die ja auf schiefen Riemenböden immer offen stehen. Wenn sie nicht abgeschlossen sind, freilich nur. Oder das Schloss noch in der netten Restaurierungswerkstatt liegt, der Schmied den Schlüssel noch schmieden muss. Vorerst sind die Magneten so nett, die Türen zuzuhalten. Musste freilich Originalsubstanz vernichten um sie anzuschrauben. Originalsubstanz hatte ja der Restaurator auch schon vernichtet, als er ein Loch in die Rückwand stemmte. Brach. Für das Antennenkabel. Bin froh, nicht noch mehr Originalsubstanz vernichten zu müssen, führe die Stromkabel aus dem Antennenkabelloch heraus. Damit sich der Verstärker im schönen Sideboard verstecken kann. Der DVD-Player ja auch.
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Amburana cearensis

30. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Amburana cearensis1Ist ein Baum, der in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Peru wächst. Hauptsächlich freilich, vielleicht hat sich auch eins der seltenen Samen nach Chile oder Uruguay verflüchtigt. Illegaler Grenzüberflug, quasi. Dann wächst dort auch ein Baum, einer vielleicht, ist ja auch so schon selten genug. In Mittelamerika gibt’s ihn gar nicht, lese ich. In der Furniersammlung steht skandalöser Weise Mittel- und Südamerika. Spekulierte freilich auf geheime Anbaugebiete in Guatemala. Züchtungen auf Plantagen nahe dem schönen Wasser, eventuell. Verspekuliert, offenbar. Gibt ja schon in Südamerika nicht mehr genug. Von den vom Aussterben bedrohten Bäumen. Ist ganz gruselig, leider.
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Stillstand

28. Juli 2009 · 3 Kommentare

Stillstand1Technische Redaktoren haben ja auch einen lustigen Job – vermutlich. Oder machen sich einen Spaß aus Beschriftungen von Werkzeugen. Gängeln freilich so nette Handwerker und Restauratoren. Den Showpraktikanten freilich nicht, in seiner Hand fällt die grüne Bohrmaschine sicher nicht. Wäre freilich auch gruselig für die Restauratoren. Hätten Angst, der Showpraktikant würde wahllos um sich bohren, Originalsubstanz vernichten vielleicht noch. Angst. Können doch die Restauratoren viel besser, wissen ja, was sie tun. Bohren mit der schönen grünen Bohrmaschine können sie freilich auch besser. Halten sich nicht einmal an den Befehl der schelmischen technischen Redaktoren: Achtung! Nur im Stillstand umschalten. Ist freilich auch ganz gut, mal zu pausieren, inne zu halten, für einen Moment. Nicht wild durch die schöne Restaurierungswerkstatt rennen und dabei umschalten. Auf dem Weg zum Pausenraum auch nicht, Achtung. Schön still stehen, Ruhe finden, dann erst umschalten.
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Niveauausgleich

2. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Muss freilich kein Niveau ausgleichen, zwischen irgendwem und mir. Auch kein Wohnniveau ausgleichen. Wohne ja hoch genug. Die anderen könnten etwas höher wohnen. Können sie derzeit nicht. Ist grad keine Wohnung frei. Zwei im Haus Bellevue sind angeblich auch vermietet. Für 20.000 Franken. Jeweils, freilich. Monatlich, auch freilich. Die Mieter wohnen am Eingang zum gruseligen Zürcher Niederdorf, lese ich. Den Eintrag zum Oberdorf gibt’s nicht, deshalb beginnt das Niederdorf wohl am Bellevue. Würde ja keine 20.000 Franken für eine Wohnung am Niederdorf bezahlen. Monatlich. Muss ich ja auch nicht. Müsste dann vermutlich doch das Niveau ausgleichen, quasi. Wegen doofen Touristenfragen: Wo ist denn die Spiegelgasse? Auch.
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Schumi

5. April 2009 · 2 Kommentare

Bin halt doch nur der Showpraktikant. Selbst das Wachsen und Polieren der unbehandelten Füße gelingt mir nicht annähernd so wie der Frau Werkstattmeisterin. Freilich hat sie das gelernt, praktiziert über Jahre. Nicht Füße polieren freilich. Die sind ja auch schwer zu kriegen. Bestellte vor Jahren vier am Münchner Rosenheimer Platz. Auf Lager haben wir die nicht, mal abwarten, ob die unser Händler noch irgendwo auftreiben kann, hörte ich. Er konnte. Unbehandelte Holzhalbkugeln mit geschraubten Gummipfropfen. Für 80 Euro. Billiger als ein neuer Bezug, der kostet 330 Euro. Zwei Wollstrümpfe. Das Beziehen kostet noch einmal so viel. Der Sessel das Dreifache. Mein Jugendwunsch, der Stokke Ekstrem.
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Axt (1)

30. März 2009 · 2 Kommentare

axt1Dachte freilich: Verdammte Axt! Als ich das Buch auf dem Tisch der Restauratorenwerkstatt liegen sah. Die ist nicht verdammt, die Axt vom Buchautor. Hörte: Schmieden nur wenige Duzend im Jahr, das genügt. Die Buchautoren. Selbst der Restaurator braucht nie wieder eine Axt kaufen, hat er eine vom Buchautor. Wenn. Kenne keinen Restaurator, der eine Axt vom Buchautor hat. Eine Axt schon. Angst, auch etwas. Nicht vor dem Restaurator, vor der Axt. Freilich. Restauratoren wissen ja, wie sie mit einer Axt hantieren müssen. Schnitzen auch, lese ich. Werfen, auch. Angst, trotzdem etwas mehr. (mehr…)

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Christbaumständer

25. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Jedes Jahr das gleiche Drama? Nein, heuer erstmals. Ein schöner Christbaumständer in der guten Stube. Mit Rundum-Ein-Seil-Technik. Hui. Ein Niederbayer hat ein Patent darauf, er verspricht: Christbäume stehen immer gerade, egal, wie schief sie gewachsen sind. Mit Rundum-Ein-Seil-Technik sind Bäume im Wasser, würde der Restaurator sagen. In München sah ein Auge einen kleinen, schönen Christbaum. Der stand schief. Im Wasser. Trotz patentierter Rundum-Ein-Seil-Technik. Glanz in fünf Augen im Antlitz des Baums, kleinen, großartigen, irgendwie tatsächlich, auch.

christbaumstaenderJedes Jahr das gleiche Drama? Ja. Nach guter, alter Sitte. Christbaum mit drei Schrauben befestigt. Im Christbaumständer. Befestigt vom Christbaumverkäufer am Vormittag des Heiligen Abends. Auf dem Schleswiger Wochenmarkt. Der große Baum für die ganze Familie. Die Kinder wünschen sich seit Jahren einen kleinen Baum, im Topf, auspflanzbar im neuen Jahr. Gekauft wird ein großer, gefällter, die Christbaumständermontage gibt’s gratis dazu. Auch heuer wieder. Freilich schief, Rundum-Ein-Seil-Technik fehlt, Wasser auch. Christbaumständer mit dem Marktführer Nordmanntanne kippen erst bei mehr als fünf Grad. Lese ich. Bäume von dänischen Plantagen, auch. Viel Lesestoff unter dem Baum. Lesen gefährdet die Dummheit, warnt der nette S. Fischer Verlag. Verleger des heuer schönsten Geschenks für ein Auge. Fünf Augen glänzen im Antlitz des Baums. Großen, dramatischen, wie jedes Jahr.

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Ølvæksel (1)

24. Dezember 2008 · 1 Kommentar

oelvaekselIst gar kein Dänisch. Deutsch und Dänisch, fast willkürlich zusammengesetzt. Dem Dänen sträubt sich jedes Haar vermutlich, jeder Deutsche liest das Wort dreimal. Wie geschriebenes Schweizerdeutsch. Der schweizerische und der britische Bruder bereisten Kruså für den Ølvæksel. Der Restaurator und der Butterkutter-Man nicht dabei. Leider. Leider macht auch Rita keinen Ølvæksel mehr, irgendwie tatsächlich. Die læckersten Hot Dogs gibt’s trotzdem hinter der Grænse. In einer Hot-Dog-Bude, neben Tankstelle und Supermarkt, voller dänischer Læckereien. Remoulade, roten, vermutlich rein chemischen Pølser auch für Vegetarier und freilich Øl. Juløl auch, passend zur Jahreszeit. Den Ølvæksel gibt’s seit vielleicht sieben Jahren, den Ausflug nach Dänemark, Hot Dogs essen, ein Øl trinken. Ein Øl freilich, einer muss schließlich zurück fahren. Über die Grænse, ins heimatliche Schleswig. Zu Weihnachten, immer. Schöne Weihnachten, Euch Lesern.

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Wurzelbürste

21. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

wurzelbuersteWie säubere ich schöne Riemenböden? Schonend, fachmännisch? Waren meine Fragen an den Restaurator. Mit Neutralseife und einer Wurzelbürste. Sanft schrubben, hinterher wachsen. Das Wachs steht schon in Zürich, Neutralseife gibt’s dort auch, aber wo eine Wurzelbürste? „Es gibt sie noch, die guten Dinge.“ Dort gibt’s freilich Wurzelbürsten, auch. Den Laden gibt’s auch in Zürich. Aber virtuell, vielleicht sind Wurzelbürsten aus. Also importiere ich eine Bürste aus München. Schwarz, freilich. Schengen gilt nur für den Ausländerausweisinhaber. Wurzelbürsten muss er verzollen, die haben ja keinen Ausweis. Aber sie freut sich schon darauf, schöne Schweizer Riemenböden vom Schmutz zu befreien. Schmutz der Jahrzehnte, Holzklebefolienreste auch. Dringend. Grusel.
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Kindergarten

9. November 2008 · Kommentar schreiben

kindergartenIst wie Bildungsroman. Briten haben kein besseres Wort dafür, deshalb benutzen sie das deutsche. Nicht mal schön. Aber werben damit, in der größten Buchhandlung Londons im West End. Über den Piccadilly Circus, die Regent Street entlang zum Oxford Circus muss keiner laufen. Christmas Shopper schieben die Spaziergänger. In Richtung Baker Street durch Seitenstraßen schlendern, endlich. Vorbei am zerlegten Kronleuchter für den Hindernislauf. Im kleinen Heim, nahe dem See. Das ist kaum zwei Meter hoch, der Kronleuchter aber. So bleibt er in London. Wie auch skandinavische Einrichtung, teure. Ausziehbares Gummiabtropfsieb und gefaltete Spülschüssel. Habe eine randlose Edelstahlspüle, die strahlt gerade. Danke für das Edelstahlpflegeöl, Herr Restaurator. Auch von der Spüle.
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Englische Auszüge

1. November 2008 · Kommentar schreiben

Nicht Schweizerdeutsch für Schubladen. Fachbegriff für die Schublade. Im Schreibtisch, der bald in Zürich steht. Auf 34 Quadratmetern, nicht ganz. Ist auch klein. Seine Englischen Auszüge kann man leicht nachbauen, schreibt der Restaurator meines Vertrauens. Danke für die Begutachtung, elektronische: Sieht ganz passabel aus, denke, da wird’s keine größeren bösen Überraschungen geben. Die Oberfläche scheint auch in einem guten Zustand. Der Preis ist auch in Ordnung.

Viele Auchs. Meine Baustelle sonst immer, auch. Kaufe beruhigt, alte Möbel im Internet, auch.

Das Gutachten zum Schreibtisch fiel schlechter aus. Oberflächenschäden können auch Vollholzoberflächen haben. Vollpfosten. Dafür braucht’s keinen Restaurator. Der hilft freilich, immer, auch. Kaufte dennoch, leider nur einen Beistelltisch. Mutter fragte wegen des Transports in die Heimat nach den Maßen, zu meinem Glück. Danke sehr. Odyssee eines Beistelltisches begann erst: Hinweis beim Auktionshaus, uneinsichtiger Verkäufer, der aber doch mit den Gebühren zufrieden ist. Sind unterwegs. Der kleine Schreibtisch kostet jetzt horrende 110 Euro. Alles bezahlt, der Baderbub bringt den Tisch im November mit nach Zürich, gleich ins kleine Heim. Kein Umweg über RSP. Schade, etwas, auch. Restauriere dennoch das Bötchen, Frau Werkstattmeisterin II. Grusel, vermutlich schon.

Glückwünsche an die Frau Werkstattmeisterin, elektronische. Zum Einjährigen, heute schon nachträglich. Hoffe auf kritische Blicke für den Schreibtisch, die Englischen Auszüge. Beim Zürich-Besuch. Neidische auf Riemenböden. Auch.

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