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Mit den Tags ‘Koblenz’ versehene Einträge

Weltmeister

2. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Hauptbahnhof ZürichWäre ja ein guter Schweizer. Zumindest beim Bahnfahren. Da sind die Schweizer Weltmeister, vermeintlich, aber nur bei den gefahrenen Schienenkilometern, nicht der Zahl der Fahrten. Aber in beiden Disziplinen vor den Deutschen, nur die Japaner fahren häufiger mit dem Zug. Würde auch die noch übertreffen, würde ich Fahrten aus dem schönen München ins gruselige Poing mitzählen. Dann wäre ich häufiger als einundsiebzig Mal mit dem Zug gefahren. Mit den neunzehn Bahnreisen übertreffe ich nicht einmal die Schweizer, die fuhren zwanzig Mal. Bin aber mit siebentausendfünfhundertsechsundsiebzig mit Abstand Weltmeister der zurückgelegten Schienenkilometern. In letzten Jahr. Der vermeidliche Weltmeister Schweiz fuhr nicht einmal ein Drittel. Sie fuhren vor zwei Jahren noch weniger Bahn. Einmal weniger aus dem schönen Zürich ins schöne München, quasi. Sind etwa dreihundertdreiunddreißig Kilometer.
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Bohrmaschine

28. September 2009 · 2 Kommentare

Bohrmaschine1Einkaufen kann man ja ganz gut auf der Zürcher Bahnhofstraße. Bahnhofstrasse, freilich, auf Schweizerdeutsch. Der größte Buchhändler Zürichs, auch an der Bahnhofstrasse, hat umgetopft, das Paradies verpflanzt, quasi. Nun gedeiht das Paradies bei den Klassikern, der Belletristik nicht mehr. Braucht neue Setzlinge. Bekam den Tipp, einer sei Peter Bieri. Einer von zehn. Zwischen den Zweigen. Drei Zweige blühten im Paradies. Nun nur noch einer. Die Zürcher Bahnhofstrasse verliert an Attraktivität. Rapide.

Die Zürcher Bahnhofstrasse war ja noch nie eine gute Adresse. Für Restauratoren. (mehr…)

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Augenroller

8. September 2009 · Kommentar schreiben

Augenroller1Koblenzer Wahrzeichen sind ja ganz schön frech: Der Schängel spuckt Wasser, der Augenroller steckt die Zunge heraus. Den Touristen, Einheimischen freilich auch. Der Augenroller rollt freilich auch die Augen. Wäre sonst auch doof, den lustigen Ritter Johann Lutter von Kobern Augenroller zu nennen. Der Ritter rollte auch nach seiner gruseligen Enthauptung mit die Augen und streckte den Schaulustigen die Zunge heraus. In der frühen Neuzeit funktionierte offenbar auch die menschliche Physiologie noch anders. Uhren gingen auch noch anders, heute streckt der Augenroller den Besuchern des Koblenzer Florinsmarktes nur noch einmal zur vollen Stunde die Zunge heraus. Um zwölf allerdings auch zwölf Mal. Der Frechdachs. Glücksbringer ja auch, denn er soll vor seinem Tode versprochen haben, demjenigen Glück zu bringen, der ihm ein Denkmal errichtet. Das taten die Koblenzer und hatten Glück.
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Blätterdach

3. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Rommé wird ja mit vier Jokern gespielt, zwei pro Paket französischer Spielkarten. So steht’s in der Spielanleitung, die dem alten Kartenspiel beilag. Gab einen Disput mit den Verwandten, die machen es sich ja einfach, spielen einfach mit allen sechs Jokern. Dann rattert die batteriebetriebene Kartenmischmaschine länger, die der Geschenkideenausdenker vor Jahren nach Koblenz verschenkte. Der hat ja auch etwas von der batteriebetriebenen Kartenmischmaschine, beim Romméspielen. Verlieren, auch.

blaetterdach1Zürcher Rommé-Spielern fehlt nun eine Karo Zwei. Verloren unter dem Blätterdach an der Seepromenade, nach dem Romméspiel am Samstagabend. Am Sonntagmorgen lag sie dort, benetzt mit Tau. Unter dem Blätterdach, das die Sonne am Trocknen hindert. War vor zwei Stunden aufgegangen, um 08:06:16. Unter dem Blätterdach noch die Feuchtigkeit der Nacht, auf Blumenblüten, Buschblättern, Holzbänken, Steinpfählen. Trotzdem ein trockener Platz zum Sitzen und Lesen, nicht unter dem Blätterdach, an der Goldküste. Am See. Seine Strömung zerrt an Bojen vertaute Boote Richtung Limmat. (mehr…)

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Dias

15. Januar 2009 · 3 Kommentare

Schätze in Anführungsstrichen. Schätze sind ja oft auf Dias zu sehen. Die waren vergraben, die Schätze. In Anführungsstrichen. Habe das Glück, bald 500 Dias als Digitalbilder zu besitzen. Aus den Jahren 1971 bis 1984. Gibt nur ein gutes Foto von mir, bisher. Entdeckte ich vor Jahresfrist, tatsächlich. Geknipst in Schleswig, im Sommer 1978. Die Augen waren noch braun, das T-Shirt grün. Heute ist’s manchmal umgekehrt.
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Brei

27. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Was ist mit dem Krokodil? Fragte die Künstlerin, als ich vom werbefreien Blog sprach. Werbefrei ist er ja gar nicht, schreibe immerhin über die schönen Sachen von der Deutschen Bank. Damit ist freilich gar nicht das krisengeschüttelte Geldinstitut gemeint. Nur die dänische Modemarke, die in den vergangenen Jahren das gleiche Logo nutzte. Auf meinen Jacken, Strickwaren, Hemden, Polos, Socken. Hier im Norden kennt die jeder, die schönen Sachen von der Deutschen Bank. Halten auch ewig. Mittlerweile ist das Logo wieder rot und grün. Die Klamotten wieder dunkelblau, maritim. Aber die Kunden wollten keine Reklame laufen, für die Deutsche Bank. Die Filialen in Koblenz, München, Nürnberg, Schleswig geschlossen. In Kappeln gibt’s noch eine, dort verkaufen sie beige Polos. „Soll es unbedingt die Deutsche Bank sein?“, fragte die Verkäuferin. „Nicht soll, muss.“ In Zürich gibt’s die gar nicht.

breiIn Zürich freilich verkauft wird Jenaer Glas. Zu meinem Glück. Ja, Frau Künstlerin, schon wieder Werbung. Dafür gern, sehr sogar. Das patentierte für den Herd. Ist wie die Deutsche Bank: Heute auch nicht mehr das, was es einmal war. Geblieben ist die Wagenfeld-Serie. Auch wenn der Geschenkideenausdenker sie tatsächlich nicht bewerben konnte. Längst nicht mehr produziert wird die kleine Schüssel aus Jenaer Glas. Daraus aß ich Brei.

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Magensausen

22. November 2008 · Kommentar schreiben

Hast du Haschee in der Tasche, hast du immer was zu nasche’. Bekam oft nach Jena oder Aachen eine Schüssel mit. Haschee. Keine Westerwälder Spezialität, aber gern gegessen dort, immer wieder. Wie das Frühstück mit Mohnbrötchen, Honig vom Nehmer und 75-prozentige Kirschmarmelade. Brotzeit im Sportanzug nach der Sportschau. Von einer Mahlzeit, leckeren, zu nächsten. Völlerei, auch etwas.

Davon bekommt man Magensausen. Rastal produziert die Gläser. Gläser für alle deutschen Brennereien, Destillierien, Brauereien. Logo aufgedruckt. In Höhr-Grenzhausen. Gedruckt, Glas geblasen, früher. Bestellte im Münchner Seehaus gern eine Linie, in Gläsern aus Höhr-Grenzhausen. Schiefe Blicke vom Kellner: Linie, haben wir nicht. Andere Gäste bestellten ganz andere Linien. Servieren die Seehauskellner auch nicht, die anderen Linien. Serviere die norwegische Linie immer in Gläsern aus Höhr-Grenzhausen. Werksverkauf zum Viertel des Originalpreises. Liegen dem Zürcher Gefrierfach. Die Gläser, muss eine Linie importieren. Bremst das Magensausen. Gedankenrasen, auch.

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Paletten

21. November 2008 · Kommentar schreiben

paletten

Angst auf Paletten, vor der Zürcher Messe. Für den Kühlanhänger des Zürcher Metzgers hatte der Redaktor noch ein Auge, keinen Blick mehr für die Computer, virtuelle. Zu viele wache Stunden in Berlin. Mit der SpreeBrezel und dem Bayernmitglied. Mit dem preiswerten Taxi durch die Hauptstadt gejagt, offenen Kneipen hinterher. Offene Augen weder beim Start noch der Landung. In Zürich. Für nicht einmal einen Tag. Ferien im Westerwald. Im Schnee, auch.

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Marmor

20. Juli 2008 · 1 Kommentar

Guten Tag, mein Name ist Schröder, ich handele mit Marmor. Chris scherzte früher, wenn wir gemeinsam nach Jena fuhren und er meine Reisetasche hob. Interrail trainiert, viel Gepäck in kleinem Stauraum. Wiegt halt. Kein Splitter Marmor. Was auch immer in der Tasche war, übers Wochenende meist. Immer noch einen Rucksack. Beim goldenen M in Frankfurt gab’s nur Big Mac. Eine andere Frage hatten die Restaurantchefs dieser Dame vom Tresenpersonal nicht gelernt. Gelernt ist thüringisch. Wollten wir aber gar nicht, der Rost am Johannistor brannte noch.

Umsteigen in Frankfurt. Wollte ich gar nicht, lieber den Lottogewinn, die Wahrscheinlichkeit war geringer. Im Zug nach Köln, der ist lang. Gleicher Wagon, zum Glück durch die Tür hinter meinem Rücken. Hässliche Schuhe, kurze Haare, Lieblingsplatz hinter der Glaswand. Im Nichtrauchergroßraumwagen. Im Profil. Zwei Menschen, die sich nicht treffen durften. Unter 82 Millionen. Dann doch umsteigen in Frankfurt, nur raus. Angst. Ein Blick zwischen Wagenstandanzeigern. In der Bahnhofshalle beruhigende Worte aus dem Handylautsprecher, aus Mündern im verbotenen Land. Zigarette statt Big Mac, keine Frage vom Tresenpersonal. Der nächste Zug fuhr mit mir nach Köln. Den Bahnsteig abgelaufen, nicht noch ein Hauptgewinn.

Wieder kein Splitter Marmor im Gepäck, Koffer auf Rollen sind was Praktisches. Für New York im Juni 2000. Schwer trotzdem, keine Rolltreppe ungefahren. Wünschte mir, ich könnte auch mal mit Papiertüte nach Zürich reisen. Fototasche würd’s auch tun. Dringend, auch.

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Stadtplan

29. Februar 2008 · 1 Kommentar

Den gibt’s nicht überall. Schon gar nicht den von Hannover. Im Blog von magnus.de steht, was es noch so alles in Hannover gibt. Im Bahnhofsbuchhandel Stadtpläne. Sogar von Hannover. Auch.

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