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Mit den Tags ‘Angst’ versehene Einträge

Bratwurst-Jetons

21. Dezember 2009 · Kommentar schreiben

Der Geschenkideenausdenker hat immer Konjunktur. Zurzeit hoch. Von Zeit zu Zeit muss er ja aber auch gar nicht so lange denken an Geschenkideen. Die liegen quasi auf der Straße. Strasse vielmehr, auf Schweizerdeutsch. An der Strasse, auch, eigentlich, auf der Strasse liegen leider keine Bratwurst-Jetons. Obwohl das schon ganz schön wäre, dann könnte der Geschenkideenausdenker Bratwurst-Jetons auflesen und sich selbst beschenken. Mit leckeren Bratwürsten. Bratwurst-Jetons sind allerdings freilich eine doofe Geschenkidee, gelten die doch nur am Zürcher Vorderen Sternen.

Allerdings kann die Bratwurst vom Vorderen Sternen Tage retten. Hörte ich. Erfreut, sehr. Abende verlängern. Weiß ich, sehr erfreut. Gewärmt auch. Freilich auch von den Heizstrahlern. Im Zelt des Sternen-Grills. Gegenüber zieht’s, kein Zelt und Heizstrahler wärmen den Zürichseebesucher. Ein Punsch indes schon, nicht Glühwein, auf Schweizerdeutsch. Kombiniert mit einer Geschenkidee, die lag auch an der Strasse. Bildlich geschrieben freilich nur, wäre sehr unappetitlich. Appetitlich ist sie ja schon. Bleibt aber geheim, die Geschenkidee. (mehr…)

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Mutationen

12. Dezember 2009 · Kommentar schreiben

Bei der Schweizer Armee gehen merkwürdige Dinge vor sich, offenbar. Auch. Etwa die Wiederholungskurse – kurz WK, gesprochen Weka. Gibt ja aber auch Möglichkeiten, denen zu entkommen. Quasi. Durchdienen etwa. Durchdiener müssen freilich nicht von morgens bis abends gebückt laufen, auch nicht andauernd ein weißes Handtuch über dem Unterarm tragen. Nur durch dienen. Einsatzgebiete für Durchdiener sind vielmehr Genietruppen, Truppenköche. Auch, selbstredend. Nur Genies schaffen es vermutlich in die Genietruppen, Truppenköche kochen sicherlich Truppen, Genies vermutlich ja auch, mit den richtigen Gewürzen, Zutaten, Fleischeinlage. Oder kochen Truppen ab. Truppenköche können nach zehn Monaten ihre persönliche und berufliche Zukunft frei planen. Als Durchdiener. Haben keine weiteren Absenzen wegen der Wiederholungskurse.

Über Wiederholungskurse müssen sich freilich Mutanten auch keine Gedanken mehr machen. Bei der Schweizer Armee. Gab dort gruselige Mutationen (mehr…)

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Güselsack

19. November 2009 · Kommentar schreiben

Endlich sitzt er hinter Gittern. Quasi. Unbedingt verdient ist ja die Verurteilung, wegen skrupelloser Züri-Sack-Fälschung. Ausrufezeichen. Dem skrupellosen Handel mit gefälschten Züri-Säcken vielmehr. Nichts desto trotz Ausrufezeichen. Fälschte freilich nicht selbst. Malte keine blauen Buchstaben auf graue und nicht schöne weiße Züri-Säcke, zog auch keine andersfarbig blauen Bändel durch die grauen, nicht schönen weißen Bändelschlaufen. Benutze auch keinen dünnen Kunststoff, las ich, haben die Männer mit den großen Lupen nicht so gut hingeschaut. Trotz der großen Lupen, sahen sicher andere gruselige Dinge durch die großen Lupen. Wer weiß, Sahen aber auch keine schwachen Schweißnähte, wegen denen die gefälschten Züri-Säcke leichter reißen. Der Güsel auf schöne Fliesen fällt.

Fiel freilich nicht, auf schöne Fliesen in der Küche, im Treppenhaus auch nicht. Das Güsel, Schweizerdeutsch für Abfall. Güselsäcke statt Abfallsäcke, quasi. Beutel sagt der Hochdeutsche. Tönt aber auch ulkig, wenn der Hochdeutsche Sack sagt. Beim Züri-Sack nicht ganz so ulkig, kauft die aber auch nicht jede Woche. Besaß noch einen Vorrat an Züri-Säcken, als der Betrug aufflog. (mehr…)

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Benzin-Boykott

27. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Da mache ich freilich mit. Unbedingt, Benzin muss boykottiert werden. Ausrufezeichen. Freilich unbedingt auch, wenn das Benzin aus dem gruseligen Libyen stammt. Rohöl vielmehr. In Libyen geben Väter ihren Söhnen so gruselige Namen wie Hannibal und wundern sich dann, wenn ihre Söhne verhaftet werden. Nur weil sie mutmasslich mal eine Haushälterin misshandelt haben. In einem Staat fernab von Libyen, freilich, sonst könnte ich ja gar nix drüber schreiben. Freilich auch ein gruseliger Staat, der einfach Söhne von Vätern, die ihre Söhne Hannibal nennen, verhaftet. Lebe schon in Angst, quasi, weil ich nach einer Währung benannt wurde. Aber ja zu meinem Glück nicht nach der Währung des Staates, der mir nichts, dir nichts Söhne von Vätern, die ihre Söhne Hannibal nennen, verhaftet. Müsste in der Währung Benzin bezahlen – aber das boykottiere ich ja. Quasi, unbedingt. Benzin-BoykottSofort, freilich auch. Würde freilich auch unbedingt und sofort einen Aufkleber kaufen, wenn ich Benzin kaufen würde. Im Staat… na ja, weißt schon, der mit dem Hannibal. Grusel. Der Aufkleber kostet viel Geld. (mehr…)

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Jahrhundertblamage

14. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Zürich ist offenbar kein guter Rasen. Wegen der Jahrhundertblamage. Dabei findet der Zürcher Suchmaschinenbetreiber die Jahrhundertblamage schnell. Steht in einer Reihe mit der deutschen Supersteuerreform von neunzehnhundertneunzig, den zwar gefälschten, aber trotzdem gruseligen Hitler-Tagebüchern. Quasi. Dann folgt dreimal die Jahrhundertblamage. Eines Deutschen ja auch, elf Schweizern aber auch.

JahrhundertblamageDie elf Schweizer spielten lustig auf dem Letzigrund, am Ende des Fußballsommers. Des vergangenen ja, der für die Schweizer ein schöner Fußballsommer. Die elf nicht so sehr schön, die übrigen sieben Komma sieben Millionen ja aber wenigstens. Hatten Spaß mit den Gästen aus Europa. Die Gäste aus Europa hatten auch Spaß mit den Schweizern. (mehr…)

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Das Rote Buch

7. Oktober 2009 · 3 Kommentare

Das Rote Buch1Ab heute gibt’s ein neues Buch. Zu lesen, anzuschauen, auch. Ein Buch, auf das die Welt fast fünfzig Jahre warten musste. Ein Buch bedeutet auch Renommee, bei diesem hatte jemand Angst, es zu verlieren. Ließ die Menschen warten, Freunde auch, Psychologen auch. Hab’s freilich nicht vermisst im Studium, Freud hat genügt. Hätte auch eine Übersetzung gebraucht, einen Kurs in Traumdeutung auch. Jena hätte auch Geld gebraucht, um es zu kaufen. Dreihundertfünfzig, damals Deutsche Mark. Viel billiger war „Das kleine rote Buch“, aber ja auch ganz gruselig. Heute auch noch viel billiger, für den Kindle sogar gratis. Nur ja das Überspielen nicht, lese ich, kostet einen Dollar. Wird freilich aufgerundet, großzügig, vermutlich. Vielleicht lohnt doch ein Blick in „Das kleine rote Buch“, auch.
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Veloordnung von Erz

17. September 2009 · Kommentar schreiben

Veloordnung1Angst am Stadelhofenplatz. Vor dem gruseligen Frau Veloordnung von Erz. Die Adelsfrau geht dort um und entfernt Fahrräder. Velos, Entschuldigung, hieße ja sonst vermutlich Freu Fahrradordnung von Erz. Der Adel ist ja aber auch nicht mehr das, was er einmal war. Muss sich nun schon mit dem Abbruch temporärer Velostellplätze beschäftigen. Sich selbst die Finger schmutzig machen, beim Entfernen von Velos. Früher, als ja alles besser war, hatte Frau Veloordnung von Erz sicher noch Heerscharen von Dienern. Die brachten ihr das Velo, das sie freilich besaß, sonst hätten sich ihre Eltern ja auch einen hübscheren Vornamen ausdenken können. Oder ihr wenigstens einen zweiten geben können. Da sie ja aber schon ein Velo besaß, (mehr…)

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Project Vista

13. September 2009 · Kommentar schreiben

Project VistaKeine Angst, rüste nicht auf Vista auf. Schreibe auch nichts über Softwareinstallationen, genügt ja, wenn das der Redaktor tut. Schreibe vielmehr über Codenamen, den hatte ja auch Vista. Longhorn. So heißt eine Bar zwischen den Bergen Whistler und Blackcomb im kanadischen British Columbia. Whistler Blackcomb sind die Codenamen von XP und Sieben. Auch, und ein Skigebiet. Dort jagen im nächsten Frühjahr Skifahrer nach bronzenen, silbernen und goldenen Medaillen. Biathleten ja auch, genießen vielleicht den Ausblick und Weitblick. Laut Merriam-Websters Wörterbuch heißt Vista Ausblick oder Weitblick.
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Verhaltenskodex

7. September 2009 · Kommentar schreiben

Verhaltenskodex1Kodex schreibt man ja mit k, die hippe Deutsche Bahn und der sportliche Deutsche Fußball-Bund ja nicht. Schreiben einen Verhaltenscodex für bahnreisende Fußballfans. Der Verhaltenskodex ist ja im Internet schwierig zu finden, hängt auch nicht aus, auf Bahnhöfen, in Stadien des Deutschen Fußball-Bundes. Dann wird’s aber auch schwierig für Fußballfans, sich nach dem Verhaltenskodex zu verhalten, die Herren von der Bahn, dem Fußball-Bund. Die wollen den Verhaltenskodex auf Handzetteln verteilen. Verhaltenscodex, Entschuldigung. Der Kodex enthält neun Regeln.

Erstens Rücksicht auf Mitreisende, zweitens maßvoller Alkoholkonsum, drittens vermeiden von Beschädigungen und Verschmutzungen, viertens den Eisenbahnbetrieb nicht stören, fünftens sich nicht an Provokationen und körperlichen Auseinandersetzungen beteiligen, sechstens keine Solidarität mit Straftätern, siebtens die Polizei- und Ordnungskräfte an der Durchführung ihrer Maßnahmen nicht behindern, achtens keine Pyrotechnik in Bahnhöfen zu Zügen verwenden, neuntens bei Fehlverhalten von mitreisenden Fußballfans nicht wegschauen.
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Prellbock

31. August 2009 · Kommentar schreiben

PrellbockMünchner sind ja vorsichtige Leute, hängen Schilder auf, damit kein Zug, Intercityexpress vielleicht noch, mal mir nichts, dir nichts, in die Bahnhofshalle schlittert, dort Bahnreisende zerdrückt, die auf den verspäteten Fernzug warten. Der Ruf der Deutschen Bahn ist schlecht genug. Die tut aber auch alles dafür, damit es so bleibt: Ob Sie Ihren Anschlusszug in München kriegen, kann ich Ihnen noch nicht sagen. Der Intercityexpress wartet nicht auf Regionalzüge, umgekehrt schon, das ist ja die Sauerei. Wir müssen immer warten, die warten nie. Beschied ein Schaffner einer Sitznachbarin. Sie bedankte sich artig, schüttelte den Kopf und sah fortan quasi minütlich auf die Leder beriemte, weißblättrige, rechteckige Armbanduhr. Mit vergoldeten Ziffern. Zehn Minuten vor der planmäßigen Einfahrt in München rückte sie den Koffer zurecht, der neben der Sitzbank im Gang stand. Da hatte der Zug noch zehn Minuten Verspätung, Starnberg hatten wir eben rechts liegen lassen. Sie hatte weder rechts noch links etwas liegen lassen, nämlich gar nichts ausgepackt. Aus Angst vermutlich, etwas liegen zu lassen. Oder auch den Anschlusszug nicht zu erreichen. Der stand noch am Prellbock am Ende des Spaziergangs über den Münchner Bahnsteig. Dort hing das Schild.
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Hungerlohn

19. August 2009 · Kommentar schreiben

HungerlohnNun wird die Welt schon in doppelstöckigen Hamburgern vermessen. Vermessen auch. Von der größten Schweizer Bank. Die hat das freilich gar nicht erfunden, die Erfindung ist auch schon alt. War eine Redaktorin des Economist vor dreiundzwanzig Jahren. Trotzdem gruselig, der Hamburger-Index. Chicago, Tokio und Toronto haben ja den niedrigsten Hamburger-Index: satte zwölf Minuten malochen für einen Doppelstockhamburger. Zürcher Malochen fünfzehn, Münchner zwanzig Minuten. Lustige Hamburger wurden gar nicht gefragt, wären ja auch doof, für einen Hamburger zu malochen. Quasi. Einstöckig genügt ja. Für den Doppelstöcker malochen Kenianer in Nairobi lange hundertachtundfünfzig Minuten – über zweieinhalb Stunden. Hungerlohn. Das ist extrem gruselig, denn Kenianer werden nicht einmal satt. Zürcher freilich auch nicht, die Einwohner Chicagos sicher nicht.
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Krematorium Sihlfeld

17. August 2009 · 1 Kommentar

Krematorium Sihlfeld1Ist ja auch langweilig, es sich immer vor dem Fenster bequem zu machen. An der frischen Luft, einer Brise salzigem Seeduft. Roch das ja auch vor einem Jahr noch nicht, kenne nun eine Steigerung von seeduftenden Handtüchern: seeduftende Kopfkissen. Auf dem schlief Marie Antoinette vor einem Jahr ein um die andere Nacht, wenn Müdigkeit mich umnachtete. An frühen Tagen. Die mit der Trambahnfahrt quer durch Zürich begannen. War an der zweiten Station schon nicht mehr in Zürich, sondern mit Marie Antoinette in Paris, in Temple. Die zweite Station ist Krematorium Seefeld. Hält heute dort das Tram, bin ich zurück bei Marie Antoinette in Paris, gleichgültig, welches Buch ich lese. Aber vor Heinar Kipphardts Buch „März“ und Woody Allens Buch „Ohne Leit kein Freud“ muss ich warnen. Bin ja gutherzig und geduldig, (mehr…)

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Kunstrasen

2. August 2009 · Kommentar schreiben

Auf schönem grünem Gras fühlen sich lustige Grashüpfer ja wohl. Menschen freilich auch, auch Fußballer, die für den Grasshoppers Club Zürich spielen. Vermutlich, nach den bisher vier Spielen der Schweizer Liga liegt ein anderes Urteil nahe: Sie fühlen sich nicht so wohl, auf dem Grün. Die Grasshoppers verloren zweimal, gewannen einmal. Verloren auch heute, in Wankdorf. Auf dem gruseligen Kunstrasen fühlten sich die Grasshoppers sicher unwohl. Grashüpfer ja auch.

Kunstrasen1Unwohl war den Ordnern im Wankdorf vielleicht, als sie einen Fußballfan mit dem Buch „Baader-Meinhof-Komplex“ ins Stadion ließen. Damit hätte er werfen können, oder die schönen Seiten durch einen gruseligen Feuerwerkskörper ersetzen können. Angst war freilich vollkommen unberechtigt, denn es war ja ein vollkommen (mehr…)

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