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Mit den Tags ‘Aachen’ versehene Einträge

Handschrifterkennung

2. September 2009 · Kommentar schreiben

Handschrifterkennung1Werde beim Anblick der Box von Windows NT 3.1 immer melancholisch. Benutzte es ja nie, startete bei Windows 3.1, MS-DOS 5.0 vielmehr. Mit einer schwarzen Escom-Kiste, Slimline-Desktop hiess der damals wohl. In die seriöse Computerei, die Commodores waren Spielzeuge. Lustige Spielzeuge, lehrreiche auch. Spiele noch heute Larry durch, wenn mich jemand davor setzt. Ports of Call auch. VizaWrite nicht mehr, schrieb nur fünfundneunzig Texte damit. In vier Jahren. Gab Wochen, in denen ich genau so viele schrieb. Als Redaktor, Redakteur dazumal noch. Unter Windows 5.0.

Spielte eben Windows 6.1 auf, auf das schöne Tablet. In fünfzehn Minuten, das Festplatte Partitionieren kostete fast die meiste Zeit. Mehr Zeit als das Diskettenwechseln bei Windows 4.0. Das sich nicht von CD installieren lies. Erkannte das CD-Laufwerk mit einfacher Geschwindigkeit nicht, da brachte ich die schicke blaue Box zurück in den Elektronikmarkt. (mehr…)

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Achterbahn

28. August 2009 · Kommentar schreiben

Die kann ja auch das Leben sein. Aufwärts geht’s mit viel Schwung, oder auch mit den Rädern. Langsamen Rädern, die mühsam drehen, Widerstand überwinden, ruckeln. Den Fahrgast durchschütteln, ihm Respekt vor der Auffahrt abringen. Vor dem, was auf dem Gipfel folgt, auch. Wie im Leben, aufwärts geht’s langsam, mit großem Kräfteverschleiss, oder eben mit viel Schwung. Wie von selbst, wie auf der Achterbahn. Auf ihr geht’s nur schwungvoll aufwärts nach der Abfahrt, aus dem Kopfstand etwa. Oder auch der steilen Schussfahrt. Abwärts, nach der Auffahrt. Kann freilich nicht immer nur aufwärts gehen, auf der Achterbahn, dem Leben ja auch nicht. Auf den Gipfel verharren wäre zu schön, keine Kraft aufwänden, keine Talfahrt fürchten, kreischen, Augen weit geöffnet. Sich mit ausgestreckten Armen dem Gipfel entgegen recken. In Erinnerung an das Wohlbehagen, den schönen Ausblick über die Täler. Gleistäler, Täler des Lebens ja auch.
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Waschmaschine

21. Juni 2009 · 1 Kommentar

Waschmaschine1Um die geht’s freilich gar nicht, obwohl die ja auch tourte. Das Bullauge zum Schaufelrad erinnert aber auch an eine Waschmaschine. Saß in Aachen vor einer, stundenlang, in München auch. Stundenlang, freilich. Bis die eigene geliefert wurde, die nicht unter die Arbeitsplatte passte. Wegen der Anschlüsse, meinte der Monteur. Als wir sie demontierten, sahen wir, dass er Recht hatte. Nun steht die Waschmaschine neben anderen, in der Scheune. Münchner Scheune. In der Schleswiger Scheune steht das Butterkuttermodell. An Bord der Zürcher Butterkutter gibt’s keine Butter. Lassen sich quasi das Geschäft ihres Lebens entgehen: (mehr…)

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Abgas-Wartungsdokument

7. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Abgas-Wartungsdokument1Schlimm genug, dass Zürcher Kontrollschilder knapp sind. Zu viele Autos im Kanton. Das ZH-Kontrollschild als Zier, nicht für jedes Auto freilich. Den schönen Käfer zieren kleine Schweizer Kontrollschilder nicht, vorn nicht, hinten auch nicht. Obwohl es doch zweizeilige Kontrollschilder für die Motorhaube gibt. Dem Käferfahrer war’s offenbar gleichgültig, das Aussehen seines schönen Motorwagens. Gibt andere, die achten darauf, wie ihr Ferrari, Lamborghini, Mustang oder Rolls Royce aussieht. Die ersteigern sich auch Kontrollschildnummern, für Tausende Franken.
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Jakobstraße

31. März 2009 · Kommentar schreiben

Höre immer wieder ein Lied. Einige Lieder manchmal, hauptsächlich doch aber eins. Am Ende. Das wechselt vielleicht einmal im Monat. Jedes halbe Jahr. Höre mit Winamp, seit Jahren nicht anders. Hörte schon in Studienzeiten so. Als MP3 noch rar waren, schnelle Internetleitungen auch. Bezahlte Musik aus dem Internet auch. CDs noch nicht so rar. Hörte eine CD in der Jakobstraße. Der Aachener. In einer Kieler WG. Die Mitbewohnerin schenkte mir ein Tablett, nach dem Hören.
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DSM-IV

17. März 2009 · Kommentar schreiben

Gibt Anekdoten, die sind zu gruselig, um nicht erzählt zu werden. Gruselig für mich, freilich. Also: Fuhr vor Jahren mit einer Kommilitonin von Aachen nach Köln, um dort eine Prüfung zu absolvieren. Zu bestehen, trifft’s besser. Mit eins. Las auf dem Hinweg in geliehenen Lehrbüchern, kannte die Texte in meinen Büchern auswendig. Wusste, wo ein Satz auf der Seite der Bücher steht. Beim Taschenatlas der Anatomie klappte das Jahre früher nicht so gut. Bestand trotzdem, daran bestand diesmal kein Zweifel. Verrücktmachen war meine Spezialität. Als nichtdiplomierter Psychologe. Nach Köln lockte aber eine weitere Note fürs Diplomzeugnis. Bekam dann den Vortritt, das ist ja nicht meine Art. Hörte, dass ich mir ja ein besonders schwieriges Störungsbild ausgesucht hätte. Durfte erzählen, ohne Zwischenfragen. Nach 15 Minuten wurde es dem Professor uns seiner Assistentin zu bunt, komplimentierten mich aus dem Büro. Mit den Worten: Sie wissen ja eh mehr über die Störung als wir zusammen. Die Tür blieb fünf Minuten geschlossen. Geöffnet für wenige Sekunden, dann wieder geschlossen. Wir haben uns für eine Eins entschieden.

Das DSM-IV im englischen Original war seinerzeit eine Rarität in Aachen. Hatten nur die Kliniken, nicht einmal die Universitätsbibliothek. Bestellte es für sehr viel Geld, erst nach der Prüfung in Köln. Prüfung in Anführungsstrichen. Beschäftigte mich weiter mit dieser Störung, freilich nicht hauptberuflich. Vielleicht doch Hauptberuf, das Studium Nebenjob. Gruselig war’s, für mich.
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Musdat

10. Februar 2009 · 2 Kommentare

Freilich eine Abkürzung. Erdacht in Zeiten, in denen Dateinamen noch aus acht Zeichen bestanden. Drei Zeichen als Suffix. Steht für Musik-Datenbank. Hätte freilich auch Musidate heißen können. Hätte dann aber keine Jahreszahl mehr anhängen können. Musdat94.wdb wäre die älteste gespeicherte Datei gewesen. 1992 erstmals geschrieben. Dazu der frühe Schröder:
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Agenda

9. Februar 2009 · 2 Kommentare

Buchkalender auf Hochdeutsch, aber auch Agenda. Kein Schweizerdeutsch, heißen hier schlicht Agenda, nicht Buchkalender. Sind mittlerweile reduziert freilich, halber Preis. In Jena bezahlen Jenenser und Jenaer sicher nicht zehn Euro, einen vielleicht. Für einen Buchkalender. Kaufte vor zehn Jahren dort einen Buchkalender, selbstredend bei Böckel, oberhalb des Johannisplatzes. Begründete eine Tradition, der Buchkalender von 1999.
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Schuhschrank

10. Januar 2009 · 1 Kommentar

schuhschrankKaum ein Boden ist eben, kaum eine Decke gerade. Im schönen kleinen Heim. Die Besuchergalerie hängt im Wasser. Die Besucher gucken trotzdem schräg, weil niemand eine schiefe Decke vermutet. Gucken einander an, die Besucher. Zwei starren ins Leere, tatsächlich irgendwie. Frau Werkstattmeisterin blickt herab. In der Galerie. Jeder Besucher ist dort schon ausgestellt. In der Galerie. Im Spiegel. Für den fehlt der Platz in der Garderobe. Bald steht dort immerhin ein Schuhschrank. Endlich nicht mehr aus dem Möbelhaus mit dem Elch, Studienzeiten sind endlich Vergangenheit. In Aachen kaufte ich die ersten Regale, sie füllten in München das Wohnzimmer. Heute steht darauf der Butterkutter. Oder es liegt der Plan darauf. Des Butterkutters. Bin stolzer Besitzer der ersten Kopie, leider nicht handsigniert. Noch hängt er nicht, der Plan, über Riemenböden unter schrägen Decken.
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Velogarage

4. Januar 2009 · Kommentar schreiben

velogarageAn der Schifflände. In Schaffhausen. Dort ist’s auch ganz gruselig am bitterkalten Sonntagmorgen. Kein Mensch auf den Straßen der schönen kleinen Altstadt. Die bittere Kälte war sicher ein Grund, der Morgen ein anderer. Selbst die Möwen standen einbeinig auf schneebedeckten Pollern, dem zweiten Bein war’s zu kalt. Wohlig warm vergraben im Gefieder. An der Schifflände, wo Rheinschiffe landen. Im Sommer, im Frühling sicher auch. Dann zetern die Möwen auch nicht so sehr über das kalte Rheinwasser. Schreien schwimmend. Stromabwärts hin zum Rheinfall, der ist drei Kilometer entfernt. Von der Altstadt. Der Velogarage unterhalb des Wasserspiegels auch.
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Seckli

11. Dezember 2008 · 5 Kommentare

Ist freilich reines Schweizerdeutsch. Berner und Zürcher waren sich indes uneins über die Rechtschreibung. Seckli oder Säckli. Kamen überein, Seckli ist richtig. Der Redaktor dankt für die Schweizerdeutschnachhilfe, weit gereistes Bayernmitglied an der Eckfahne. Glückwunsch auch zur brillanten ersten Halbzeit. Von München.

Auf der Wies’n gibt’s sehr gruselige Lebkuchenherzen mit Zuckerschrift. Schrieb’ dort heuer die Erkenntnis des vergangenen Jahres auf: Zimt mag ich ja auch ganz gern. Tatsächlich auch. Seit Aachen. Einem abendlichen Festmahl mit Zimt und Zucker, spätabendlichen. Sehr spät. Aber lecker.

seckli1Von Dienstag bis Freitag verkauft mir die Bäckersfrau vom Oberdorfbeck allmorgendlich ein Amaretti. Ein. Werde nie ein Foto machen können, so lecker ist das. Im Advent auch am Samstag. Zimtsterne gibt’s auch nur im Advent. Im Seckli. Ob ich noch einen Sack bräuchte, fragte die Bäckersfrau heute. Der Beutel sei genug, ich bauche keine Tüte, war meine Antwort, der ein verdattertes Gesicht folgte. Auf Schweizerdeutsch gibt’s weder Beutel noch Tüte, lernte ich. Kleine Unterschiede zum Hochdeutsch gibt’s doch. Nur Seckli und Sack. Habe nur ein Seckli Zimtsterne, bereue vermutlich nach dem ersten Stern, nicht einen Sack mitgenommen zu haben. Immerhin gibt’s ein Foto. Einen Grund, sich auf den Freitagmorgen zu freuen, auch. Der heißt Amaretti.

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Anschlusszug

23. November 2008 · Kommentar schreiben

Umsteigen in Frankfurt war noch nie meine Lieblingsbeschäftigung. Reiste monatlich mit dem Anschlusszug in dieses gruselige Jena, im ersten Semester. 1992. Gelb ausgeleuchtete Straßen mit Schlaglöchern, graue Häuser und Platten. Als Bürgersteige, Straßen, Parkplätze und Wohnungswände. Graue. Pinke Telefonhörer meist mit einer Schlange davor. Jenenser und Jenaer hatten Erfahrung mit Warteschlangen, zahmen, wenn sie nicht so viele Frankfurtreisende enthielten.

Gut zwei Jahre später fuhr der Anschlusszug gen Aachen. Selbstgewähltes Exil des arbeitswütigen Psychologiestudenten. Im Studententurm neben der Süßigkeitenfabrik. Nach einer Woche schmecken keine Schokolade und kein Marzipan mehr, wenn der süße Gestank am Morgen früh schon vor der Haustür steht. Printen auch nicht. Harte Lebkuchen mit Schokoladenüberzug. Werden weich an der Luft. Nach zehn Minuten. Brauchte über zehn Jahre, um das zu lernen.

Keine zehn Minuten hielt der Zug gen Aachen nochmal drei Jahre später in Frankfurt. Erzählte die Geschichte vom Lottogewinn schon. Hätte auf den Anschlusszug gern verzichtet. Angst, auch. Habe heute den Kollegen Binder. Keine Angst mehr. Heute.

anschlusszugHeute fuhr der Anschlusszug nach Zürich. Wäre auch gerne sitzen geblieben, im Zug nach München. Der war pünktlich. Respekt, Deutsch Bahn. Trotz Wintereinbruch in Deutschland. In Zürich auch. Dort waren die fünf Minuten Verspätung des Anschlusszuges aus Frankfurt wieder aufgeholt. Nix für den Angeberbildschirm.

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Magensausen

22. November 2008 · Kommentar schreiben

Hast du Haschee in der Tasche, hast du immer was zu nasche’. Bekam oft nach Jena oder Aachen eine Schüssel mit. Haschee. Keine Westerwälder Spezialität, aber gern gegessen dort, immer wieder. Wie das Frühstück mit Mohnbrötchen, Honig vom Nehmer und 75-prozentige Kirschmarmelade. Brotzeit im Sportanzug nach der Sportschau. Von einer Mahlzeit, leckeren, zu nächsten. Völlerei, auch etwas.

Davon bekommt man Magensausen. Rastal produziert die Gläser. Gläser für alle deutschen Brennereien, Destillierien, Brauereien. Logo aufgedruckt. In Höhr-Grenzhausen. Gedruckt, Glas geblasen, früher. Bestellte im Münchner Seehaus gern eine Linie, in Gläsern aus Höhr-Grenzhausen. Schiefe Blicke vom Kellner: Linie, haben wir nicht. Andere Gäste bestellten ganz andere Linien. Servieren die Seehauskellner auch nicht, die anderen Linien. Serviere die norwegische Linie immer in Gläsern aus Höhr-Grenzhausen. Werksverkauf zum Viertel des Originalpreises. Liegen dem Zürcher Gefrierfach. Die Gläser, muss eine Linie importieren. Bremst das Magensausen. Gedankenrasen, auch.

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