oder auch

Velo-Selbstverlad

5. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Velo-Selbstverlad1Sitze gern im zweiten Stock, im schönen Niederflur-Doppelstockwagen. Unten sitzt man ja unterirdisch, oben sieht man die Landschaft, die Berge, die Hügel auch. Und den See. Sitzplatz mit Seeblick, quasi. Ohne Aufpreis, den müssen Mieter schon bezahlen. Zahle ja nicht für den Seeblick. Habe gar keinen. Oder nur tagsüber, von der Dachterrasse oder im Arboretum. Dorthin lohnt die Fahrradtour ja nicht. Abschließen dauert länger als laufen.

Velo-Selbstverlad2Bin auch zum Bahnhof gelaufen, mit dem Fahrrad, um festzustellen, dass kein Sitzplatz mit Seeblick frei war. In der Ersatzkomposition. Hatte freilich niemand schöne Musik komponiert, auch nicht stellvertretend für einen Komponisten. Klang gar keine Musik durch den Bahnhof, nur das Kreischen der Bremsen, metallische Ansagen: Auf der Strecke kommt eine Ersatzkomposition zum Einsatz. Ein lustiger Zugkomponist hatte Wagons ausgesucht und an eine Lok gehängt. Leider keine schönen Niederflur-Doppelstockwagen. Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Züri-Sack

4. Juli 2009 · 1 Kommentar

Zueri-SackAngst in Zürich. Vor gruseligen gefälschten Züri-Säcken. War die Schlagzeile der Tageszeitungen. Die Redaktoren schrieben über Schurken, die schon Mitte April aufgeflogen waren. Reisten ein in die Schweiz aus Österreich, wurden trotz Schengen kontrolliert. Die Grenzwächter inspizierten das Reisecar, Schweizerdeutsch für Automobil. Gruselig. Das Automobil transportierte auch acht Kartons mit Züri-Säcken. 1.800 Züri-Säcken. Die Reisenden gaben zu Protokoll, die Züri-Säcke für ihren Abfall gebrauchen zu wollen. Züri-Sack lebenslang, quasi. Freilich blöde Ausrede, die freilich ein Grenzwächter nicht glaubt. Die Grenzwächter glaubten auch nicht, dass die Reisenden unbedingt Züri-Säcke importieren müssen. Gibt ja genug Züri-Säcke in schönen Zürcher Läden. Die Zürcher Männer mit den großen Lupen suchten und fanden: Weiterlesen →

→ 1 KommentarKategorien: oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Niveauausgleich

2. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Muss freilich kein Niveau ausgleichen, zwischen irgendwem und mir. Auch kein Wohnniveau ausgleichen. Wohne ja hoch genug. Die anderen könnten etwas höher wohnen. Können sie derzeit nicht. Ist grad keine Wohnung frei. Zwei im Haus Bellevue sind angeblich auch vermietet. Für 20.000 Franken. Jeweils, freilich. Monatlich, auch freilich. Die Mieter wohnen am Eingang zum gruseligen Zürcher Niederdorf, lese ich. Den Eintrag zum Oberdorf gibt’s nicht, deshalb beginnt das Niederdorf wohl am Bellevue. Würde ja keine 20.000 Franken für eine Wohnung am Niederdorf bezahlen. Monatlich. Muss ich ja auch nicht. Müsste dann vermutlich doch das Niveau ausgleichen, quasi. Wegen doofen Touristenfragen: Wo ist denn die Spiegelgasse? Auch.
Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Linie

29. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Heuer ist nicht typisch Schweizerdeutsch, freilich freilich auch nicht. Redaktoren wurden beschimpft für zu viel Hochdeutsch, von den schweizerdeutschen Lesern. Die gehen ja auch gern zur Konsumation. Auch wenn die nicht inbegriffen ist, im Eintrittspreis von 20 Franken. Für zwei Vorträge über Demenz. Exklusive Konsumation, das schrieb ich schon. Ein Stockwerk höher, darüber schrieb ich auch schon. Noch zwei Stockwerke höher hörten die Redaktoren die Schelte. Freilich nicht, weil sie heuer geschrieben hätten. Wegen dem Vermenschlichen von Software. Tut man ja auch nicht.

Linie1Drogen bestellt man freilich auch nicht. Noch dazu im schicken Münchner Seehaus. Ist aber so ulkig, dass es alljährlich wieder Spaß machte. Würde auch heuer noch klappen, denn Linie gibt’s im Seehaus sicher immer noch nicht. Oder nur für Max Strauß. Der bekommt sicher vom Kellner alles, auch eine Linie. Ich freilich nicht, obwohl ich fragte und jedes Mal große Augen sah, den Kellner sich zu mir herunterbeugen. Oder die Nachfrage hörte: Wie bitte? Der Kellner die gleiche Frage noch einmal hörte: Haben Sie eine Linie? Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Nächte

28. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Naechte1Traf vergangene Woche eine Dame am Flughafen. Wir hatten den gleichen Weg in die Stadt, so begleitete ich sie. Nächtens. An Bahnhöfen, sind Damen in Zürich sicher, wie in München. Freuten uns, nicht am gruseligen Hauptbahnhof aussteigen zu müssen, wo niemand zuhause ist. Der schicke Bahnhof Stadelhofen hat’s besser: Er ist kaum hundert Meter vom schönen Oberdorf entfernt. Dort ist jemand zuhause.

Erreichte gestern Nacht wieder Stadelhofen. Freilich ohne den Nachtzuschlag zu zahlen, vom Hauptbahnhof nach Stadelhofen. Wäre der erste Nachtzuschlag gewesen. Stampfte auch das erste Mal Limonen, Zimt und Zucker. In der Caipirinha-Bar an der Schifflände. In Schaffhausen, freilich. Die Zürcher wartet noch auf ihr Fest. Seit nicht ganz einem Jahr.
Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Planten un Blomen

26. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Planten un Blomen1Die Pflanzen und die Blumen auf Plattdeutsch. Stehen in Hamburgs Stadtpark. Gleich neben dem gruseligen Siebzigerjahrebau CCH. Für den es nur Saalpläne ohne Himmelsrichtungen gibt. Jede Etage aus einer anderen Himmelsrichtung abgebildet, freilich. Mit Türen, die Besucher nur hinaus lassen. Der Hausmeister des CCH weiß schon warum. Will freilich keine ungebetenen Besucher haben. Die gebetenen Besucher aber auch nicht, wenn sie zu doof sind und die Tür zufallen lassen. In der Pause. Beim Frischluftschnappen, die steife Brise. In der Fahnen stehen. Auf der CCH-Terrasse. Auf der Landschaftspfleger Unkraut jäten. Keine Gärtner, vermutlich, die hätten mehr als zwanzig Zentimeter Sandweg innerhalb von zehn Minuten geschafft. Mit einer Zigarettenpause freilich.
Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Heroldsformel

26. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Bin vermutlich demnächst schon auf der ersten Suchmaschinenseite zu lesen. Mit der Erklärung für Heroldsformel. Die kennt der nette Duden nicht, die Wikipedia auch nicht. Merkwürdig. Dabei ist’s doch ganz einfach: Der Herold war im Mittelalter ein Botschafter, der Botschaften seines Herren überbrachte. Was auch sonst. Die Formel ist keine mathematische Gleichung, sondern eine Formulierung. Redensart, auch. Stolperte heute über die Formel: Der König ist tot, es lebe der König. Die Heroldsformel, las ich. Freilich hatte der Herold soeben seinen Herren verloren, dem er hätte eine Botschaft überbringen sollen. Aber nun hatte er ja einen neuen Herren, dem er Botschaften überbringen konnte. Quasi.

Heroldsformel1Aus Nordamerika zwitscherte gestern Abend der Herold, der König sei ins Krankenhaus gebracht worden. Noch kein Wort vom Tode des Königs, vom neuen freilich auch nicht. Den gibt es vermutlich ja auch gar nicht. Wüsste jedenfalls nicht wen. Ruhe in Frieden, Michael Jackson. Werde deine Musik vermissen. Das überirdische “Black or White”, etwa.
Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: ,

Waschmaschine

21. Juni 2009 · 1 Kommentar

Waschmaschine1Um die geht’s freilich gar nicht, obwohl die ja auch tourte. Das Bullauge zum Schaufelrad erinnert aber auch an eine Waschmaschine. Saß in Aachen vor einer, stundenlang, in München auch. Stundenlang, freilich. Bis die eigene geliefert wurde, die nicht unter die Arbeitsplatte passte. Wegen der Anschlüsse, meinte der Monteur. Als wir sie demontierten, sahen wir, dass er Recht hatte. Nun steht die Waschmaschine neben anderen, in der Scheune. Münchner Scheune. In der Schleswiger Scheune steht das Butterkuttermodell. An Bord der Zürcher Butterkutter gibt’s keine Butter. Lassen sich quasi das Geschäft ihres Lebens entgehen: Weiterlesen →

→ 1 KommentarKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Vogelfluglinie

19. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Vogelfluglinie1Könnte Fehmarnbeltquerung heißen. Vogelfluglinie schreibt sich ja aber viel schöner, liest sich auch viel schöner. Aber nicht alles, was schön ist, ist auch zeitgemäß. Muss ich lesen. Heute fahren auf der Vogelfluglinie zwischen Puttgarden und Rødbyhavn fünf schöne Fähren. Fahren freilich nicht mit 160 Stundenkilometern wie Personenzüge, nicht mit 120 Stundenkilometer wie Güterzüge. Aber sie gleiten über das Wasser, nachdem es hieß: Leinen los. Dann holten Seeleute die Taue ein, schossen sie auf. Die Seeleute haben sich damit abgefunden, nur 19 Kilometer, vielmehr 10 nautische Meilen, zur See zu fahren. Schlimm genug, dass sie nur so kurz in See sind. In neun Jahren fahren die Seeleute gar nicht mehr zur See. Denn dann steht die Schrägseilbrücke über den Fehmarnbelt. Keiner schreibt über Seeleute freilich. Die Betreiberfirma der Fehmarnbeltquerung nicht, die dänische Regierung und der deutsche Bundestag auch nicht. Musste ja das letzte Wort haben bei dem Plan, Dänemark näher an Deutschland heranzubringen. Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: oder auch
Mit Tag(s) versehen: ,

Wasser (5)

18. Juni 2009 · 1 Kommentar

Wasser51Verspricht Erfrischung. Meistens, jedenfalls. Wenn die Luft steht, kein Wind geht. Luft über weichem Teer flimmert, die Sonne treffen nicht mal durch die Brille strafende Blicke. Weil sie übers ganze Gesicht strahlt, keine weiße Wolke neben sich duldet, die ihr einen Blick stehlen könnten. Sehnsüchtigen Blick, auf die Wolke. Alle Hoffnungen ruhen auf dem Wasser. Doch es enttäuscht. Mag sich nicht bewegen bei der Hitze. Freilich peitscht auch kein Wind es auf. Raskolnikows Gedankengänge trocken mir das Auge aus.
Weiterlesen →

→ 1 KommentarKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen:

Kindlifresserbrunnen

16. Juni 2009 · 5 Kommentare

Für den schämen wir uns, er hätte schon lange abgerissen werden sollen. Hörte ich, von einem Berner. Er stellt einen Juden dar, der Kinder frisst, Hörte ich auch. Erkenne freilich nicht, dass die Brunnenfigur angeblich einen Judenhut trägt. Der gefrässige Oger mit dem Sack, in das ein Kind ein Loch gerissen hat, um zu entkommen. Rudolf von Bern entkam 1294 angeblich nicht, lese ich. Wurde rituell ermordet, von den Juden vorgeblich, bei denen die Berner Schulden hatten. Hohe offenbar, auch. Wurden nach dem vermeidlichen Mord vertrieben, von den Bernern, die Schulden quasi mit ihnen. Schon ziemlich gruselig, der Mord und der Kinderfresserbrunnen. Andere Berner schreiben, der Brunnen zeige eine lustige Fastnachtsfigur, die unflätige Kinder erschrecken soll. Angst in den Gassen Berns, quasi. Angst um das Image von Bern, haben die Berner, auch. Deshalb steht der gruselige Kindlifresserbrunnen auch mal lieber nicht unter den Sehenswürdigkeiten, sondern besser unter der Stadtgeschichte. Auf dem Stadtportal gar nicht.

→ 5 KommentareKategorien: oder auch
Mit Tag(s) versehen: , ,

Generalabonnement

14. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Generalabonnement1Ist freilich kein General, der regelmäßig zu Besuch kommt. Auch kein Abonnement aller Schweizer Druckwerke, obwohl das dem Redaktor ja gar nicht schlecht zu Gesicht stünde. Dringend, quasi, mehr lesen über sein Gastgeberland. Nicht nur das Gezwitscher der NZZ. Schriebe der Redaktor für die NZZ, brauchte er gar kein Generalabonnement. Könnte laufen, am Seeufer entlang, in die Redaktion hinter dem Zürcher Opernhaus. So muss er gruselige Minuten mit dem Tram fahren. Sieben. Verlängert in der Sommerpause seinen Arbeitsweg künstlich: mit der Schifffahrt vom Limmatquai zum Bürkliplatz. Freilich auch mit dem Generalabonnement.

Generalabonnement2Mit dem Generalabonnement ist der Redaktor ja nicht alleine. 300.000 Schweizer haben das auch. Nur 29.000 Deutsche eine Bahncard 100. Kostet ungefähr das gleiche, in Euro freilich. Das Schweizer Streckennetz ist aber nur circa 23.500 Kilometer kurz. Das deutsche genau 33.862 Kilometer lang. Auch kurz. Nicht eingerechnet sind 115 Nahverkehre, in denen die Bahncard gilt. Neuerdings. Das Generalabonnement schon immer, für schöne Schifffahrten auch. Sogar Gondelfahrten. Für den Blick auf schönes Wasser. Oder Berge, Hügel auch. Für die Zugfahrt zum Basler Leuchtturm vorerst nicht. Schade. Wäre ein Grund gewesen, doch nach Basel zu reisen. Dort ist’s ja auch ganz gruselig. Ohne Leuchtturm, auch.
Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , ,

Blumentöpfe

10. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Blumentoepfe1Gibt’s freilich derzeit nicht zu gewinnen. In Zürich auch nicht. Zürich hat wie die Schweiz eine sinkende Arbeitslosenquote. Vor einem Monat Vollbeschäftigung, in diesem Monat auch Vollbeschäftigung. Ist auch dringend notwendig, denn zu gewinnen gibt’s ja nix. Blumentöpfe kosten 990 Franken. Ohne Bemalung, freilich. Ohne Mehrwertsteuer auch. 7,6 Prozent. Ohne Podest auch, selbstverständlich. Das kostet 110 Franken. Ohne Mehrwertsteuer, freilich.
Weiterlesen →

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fotos · oder auch
Mit Tag(s) versehen: